Statistik

Auswirkungen der Pandemie auf Jugendliche

Daten und Zahlen zur Corona-Krise in der Region Hannover

Jugendliche in der Corona-Krise – in einer aktuellen "Statistischen Kurzinformation" legt die Region Hannover den Fokus auf die Auswirkungen der Pandemie auf junge Menschen unter 25 Jahren.

In dem Kurzbericht beleuchtet das Statistikteam das Infektions­geschehen unter Kindern und Jugendlichen, die Teams des Fachbereichs Jugend nehmen die Situation der jüngeren Bevölkerung am Arbeitsmarkt, die Entwicklung der Zahlen zu den Meldungen bei Verdacht auf Kindeswohl­gefähr­dungen und den begonnenen Inobhutnahmen sowie die Entwicklung des riskanten Alkoholkonsums der Jugendlichen in den Blick.

Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit

Auffällig ist die Entwicklung der Arbeitslosigkeit der Jugendlichen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren: Hier stieg die Quote im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 7,2 Prozent.

"In den Jahren zuvor war die Jugendarbeitslosigkeit rückläufig, im Corona-Jahr 2020 stieg sie im Vergleich zu den Vorjahren nicht nur früher, sondern auch deutlicher an und wurde durch den jahreszeitlichen Anstieg zum Schuljahres- oder Ausbildungsende im Sommer noch zusätzlich verstärkt. Hier zeigen sich klar die ersten Corona-Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt", sagt Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover.

So waren zum Jahresende 4.489 Jugendliche in der gesamten Region arbeitslos gemeldet, 2019 waren es zum gleichen Zeitpunkt 3.220 Jugendliche, also 1.269 junge Menschen weniger.

Anstieg unbesetzter Ausbildungsstellen

Auch auf dem Ausbildungsmarkt gab es deutliche Einschnitte: Von insgesamt 7.168 Berufsausbildungsstellen waren Ende September 2020 noch 819 Stellen unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 waren zum gleichen Zeitpunkt lediglich 116 Stellen unbesetzt.

Inobhutnahmen

Bei den begonnenen Inobhutnahmen verzeichnet der Fachbereich Jugend der Region Hannover nach einem deutlichen Rückgang im April einen Anstieg ab Juni und Juli. "Das lässt sich unter anderem damit erklären, dass verdeckte und unerkannte innerfamiliäre Belastungen oder Konfliktlagen nach dem Lockdown im Alltag wieder verstärkt hervortraten", erklärt Hanke. "Allerdings waren die Zahlen auch in den Vorjahren immer wieder schwankend."

Insgesamt hat sich die Anzahl der Inobhutnahmen seit Juli bis November auf ein aus den Vorjahren bekanntes Niveau eingependelt. "Das zeigt auch, dass der Kinder- und Jugendschutz auch unter Corona-Bedingungen sichergestellt ist", so Hanke.

Der vollständige Inhalt der "Statistischen Kurzinformationen 01/2021: Die Corona-Krise in der Region Hannover" zum Herunterladen

(Veröffentlicht am 29. Januar 2021)