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Opernhaus Hannover

Die Geschichte des Opernhauses Hannover

Das Opernhaus Hannover ist seit dem 5.09.1952 Veranstaltungsort zahlreicher Aufführungen aus den Sparten Ballett, Oper und Konzert. Die Geschichte des Opernhauses zeigt aber, wie schwer es war, die Kulturstätten über die Jahrhunderte zu erhalten.

Zur Geschichte des Opernhauses in Hannover © Pause40k - Fotolia.com

Das Opernhaus Hannover bietet Platz für 1.200 Gäste.

Das Opernhaus war in der Zeit von 1845 bis 1852 Königliches Hoftheater und befand sich im Osten der heutigen Altstadt. Zur damaligen Zeit gab es zusätzlich ein Schlosstheater, in dem Opern aufgeführt wurden. Ab 1852 übernahm das Opernhaus Hannover diese Aufgabe. Das Gebäude konnte allerdings nicht in seiner ursprünglichen Form erhalten werden. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es bei einem Luftangriff so schwer getroffen, dass es bis auf die Grundmauern niederbrannte. Der detailgetreue Wiederaufbau wurde im Jahr 1950 mit einer Aufführung gefeiert. In den folgenden Jahren gab es zahlreiche Erweiterungen des Baus, 1985 folgte eine umfassende Modernisierung. Heute bietet das Opernhaus Hannover Platz für 1200 Gäste.

Die Staatsoper in Hannover

Deutschland ist das Land der Opernhäuser. Das Opernhaus Hannover genießt in Niedersachsen daher einen ganz besonderen Stellenwert. Das ist auch in der Geschichte begründet, denn eine Staatsoper steht für Tradition, für Werte und für Kultur. Das zu bewahren ist auch in Hannover Aufgabe einer eigens gegründeten Stiftung, die es dem Opernhaus ermöglicht, auf einem so hohen Niveau zu agieren. Die Hannoveraner haben über die schwere Zeit hinaus an ihrem Opernhaus Hannover festgehalten, auch wenn der Name mehrmals wechselte.

Krieg kostete das Opernhaus das Archiv

1943 kam es zu einem großen Brand im Opernhaus Hannover. Dabei wurden sämtliche archivierten Bestände seit dem Jahr 1928 vernichtet. Für das Ensemble bedeutete das, dass sie von vorn anfangen mussten. Diese Kreativität macht bis heute den Geist des Opernhauses aus. Trotz engagierter Förderer müssen die Schauspieler mit einem kargen Etat auskommen. Das hindert sich nicht daran, mit enormer Kreativität Hindernisse zu überwinden und den Besuchern stets ein einzigartiges Programm zu bieten.

Das Opernhaus Hannover heute

Ein voller Spielplan und viele zusätzliche Angebote machen die Staatsoper zu einem ganz besonderen Ort. Neben zahlreichen Premieren locken traditionelle Vorführungen Gäste aus aller Welt nach Hannover. Auch das junge Schauspiel hat seinen Platz in den Veranstaltungen eingenommen. Um junge Menschen für die hohen Künste zu interessieren, gehört die Theaterpädagogik inzwischen fest zum Programm. Angesprochen sind Interessenten jeden Alters. Ab einem Alter von 14 Jahren können sich junge Menschen sogar unter professioneller Betreuung in der Schauspielkunst üben und es so bis zu Aufführung im Opernhaus Hannover schaffen. Die Jugendarbeit hat längst Einfluss auf die Schulen genommen, die die Projekte unterstützen und ihren Schülern so völlig neue Perspektiven für die Freizeitgestaltung ermöglichen. Auch die generationsübergreifende Arbeit nimmt immer mehr Raum ein und bringt Senioren mit Grundschulkindern in eine Gruppe, um dem Erzählen von Märchen wieder mehr Raum zu geben. Darüber hinaus lassen sich die Darsteller gerne über die Schulter schauen. Wer z. B. die Tänzer bei ihren Übungen sehen möchte, kann einen der Termine wahrnehmen, bei denen sie offiziell ihre Arbeit vorstellen.

Ein Besuch in der Staatsoper

Für Gäste der Stadt ist der Besuch des Opernhauses ein ganz beeindruckendes Ereignis. An der Kleidervorschrift hat sich allerdings nichts geändert. Aus Respekt vor dem Gebäude und den Darstellern ist der Opernbesuch bis heute ein ganz besonderer Anlass, sich angemessen zu kleiden. Es muss nicht das ausgefallene Kleid für die Dame und der Frack für den Herrn sein, aber auf die elegante Abendgarderobe sollte nicht verzichtet werden. Ebenso darf erwartet werden, dass die Gäste rechtzeitig Platz nehmen und nicht etwa während der Aufführung den Saal verlassen. Dass alle Gäste diese Ansprüche selbst gern umsetzen, trägt zum Gelingen jeder Veranstaltung bei. Im Anschluss dürfen sich die Gäste gern bei einem Glas Sekt oder Champagner über die Vorführung austauschen.