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NDR-Fernsehen/Mediathek

Hannover im Film: Big Dating

In acht Folgen erzählen die Autoren Daniel Scheier, Thomas Mielmann und Bastian Knöpf die Geschichte von Samuel, der mit seiner App eigentlich Bohnen kreuzen und damit den Welthunger besiegen will. Schauplätze sind unter anderen das Concordia-Gebäude, der Opernplatz bei Nacht, ein Café am Maschsee und das Parkhaus am Hauptbahnhof.

"Wir hatten viele große Sets in und um Hannover. Die Motivgeber waren alle sehr freundlich und kooperativ", berichtet Regisseur Nathan Nill auf der Nordmedia-Seite zum Setbesuch. Es wurde neben den bereits genannten Orten in Linden, im Ihme-Zentrum, in der Nordstadt, im Stadtteil Roderbruch, auf dem Schützenplatz und in der JVA Hannover gedreht. Auch Drehorte im Harz und in Lehrte standen auf dem Programm. "In Lehrte ist die Freiwillige Feuerwehr für unsere Spezialeffekte verantwortlich" erzählt Produktionsleiter Jan Philip Lange. "Falls das Wetter nicht mitmacht, wird sie es für uns regnen lassen". In der ruhigen Wohnsiedlung sorgte auch der Fuhrpark des Filmteams mit rund 30 Fahrzeugen und einem großen Cateringzelt für Aufsehen. "Neben dem 40-köpfigen Produktionsteam sind bzw. waren bei den Dreharbeiten 47 Darstellerinnen und Darsteller sowie 400 Komparsen involviert", berichtet Lange. "Für unsere 25 Komparsen, die bei der Silberhochzeitsparty im Einsatz sind, hat die Lehrter Johannesgemeinde netterweise Aufenthalts- und Garderobenräume zur Verfügung gestellt." Für Zuschauer aus dem Harz, Lehrte und Hannover gibt es neben der eigentlichen Story also auch viel Bekanntes zu entdecken.

Liebe per Algorithmus

Aber worum geht es in "Big Dating"? Es ist die Geschichte eines modernen Zauberlehrlings, der mit Hilfe eines selbstentwickelten Liebes-Algorithmus, die Welt von sich und seinen Freunden durcheinanderbringt. Ein nerdiger Softwareentwickler mit gebrochenem Herzen benutzt einen mysteriösen Algorithmus, um die perfekt zu ihm passende Frau zu finden. Aber im echten Leben ist die vermeintliche Liebe seines Lebens genau das Gegenteil von ihm, so dass er alles Mögliche unternehmen muss, um sie von sich zu überzeugen. Doch liegt der Algorithmus überhaupt richtig?

Die Serie war dem "Spiegel" ein Streaming-Tipp wert, doch einen Seitenhieb auf die niedersächsische Landeshauptstadt konnten sich die Hamburger TV-Kritiker nicht verkneifen: "Der stoische, norddeutsch grundierte Humor ist unbedingt sympathisch, aber stellenweise wirken die Figuren ähnlich farblos wie die gruseligen Schauplätze." Vielleicht sind die Kollegen vom hanseatischen Nachrichtenmagazin auch nur ein wenig beleidigt, denn laut Autor Daniel Scheier war die Serie von Anfang an in Hannover geplant.: “Hannover ist als Filmkulisse noch nicht so abgenutzt, und es gibt viele, spannende Motive."

Zu sehen ist die Serie im NDR-Fernsehen sowie in der Mediathek der ARD.