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"Intim sein"

Schauspiel Hannover startet neues Magazin

Die erste Ausgabe steht unter dem Titel "Intim sein" und vereint zahlreiche Beiträge und Essays von deutschsprachigen und internationalen Autoren.

Während des ausgesetzten Spielbetriebs bündelt das Schauspiel Hannover seine Kräfte und bringt ein neues Magazin heraus, welches sich mit gesellschaftlichen und persönlichen Verhältnissen auseinandersetzt.

Darum geht es in der ersten Ausgabe

Die erste Ausgabe des Magazins erscheint unter dem Titel "Intim sein": Ein Magazin über verbundene und suchende Teile, eingebrochene Grenzen und sich neu zusammensetzende Ketten. In welchem Verhältnis stehen emotionale Kräfte wie Liebe und Intimität mitten in diesen alles umwälzenden Zeiten der Isolation? Wohin können Denklinien führen, die eine neue Kartographie von Intimität und Liebe zeichnen?

Das Schauspiel Hannover hat zahlreiche deutschsprachige und internationale Schriftsteller und Künstler gebeten, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen, daraus neue zu entwickeln, ihnen zu widersprechen und sie weiterzuführen. Entstanden ist ein Magazin, das die Architektur des Innersten in unterschiedlichsten Formen entwirft.

"Intim sein": Das sind die Autoren

Die erste Ausgabe des Magazins unter dem Titel Intim sein enthält Texte und Beiträge von: Gerhard Danzer, Diane Exavier (USA), Marius Goldhorn, Anna Gien, Andrew Hageman (USA), Daisy Hildyard (UK), Nora Khuon, Enis Maci, Luise Meier, Juan Miranda (AR), Mazlum Nergiz, Gene Ray (USA) und Laura Robert.

Magazin soll halbjährlich erscheinen

Redaktionell verantwortlich für die Ausgabe waren die Dramaturgin Nora Khuon und der Dramaturg Mazlum Nergiz. "Nora und ich haben viel darüber nachgedacht, wie wir als Theatermacher weiterhin Teil des gesellschaftlichen Diskurses sein können", erklärt Mazlum Nergiz. "Wohin mit all den angefangenen Notizen, Denkübungen und Gesprächen? Nora und ich befinden uns ja im ständigen Austausch mit Autoren, deren Gedanken und Impulse wir versuchen mit unserer künstlerischen Arbeit am Theater zu verbinden. So kamen wir dann auf die Idee, unser Denken, Fragen, Grübeln und Suchen jenseits der Bühne trotzdem fortzusetzen: entstanden ist ein Magazin, das sich von nun an alle halbe Jahre mit uns und unseren gegenwärtigen Verhältnissen auseinandersetzt – in Vertiefung, Verästelung und steter Suche."

Die Kraft der Liebe – berührende Themen

Nora Khuon war von vielen Beiträgen überrascht, da das Themenfeld von den Autoren aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird: "Mich hat der Beitrag von Gene Ray enorm berührt, der die Kraft der Liebe beschwört und gleichzeitig über die Ungerechtigkeiten sozialer Privilegien und die Schieflage der Welt schreibt, aber immer mit der Hoffnung auf die Möglichkeit der Veränderung. Auch die Gedichte von Marius Goldhorn haben mich erwischt. Kevin Rittbergers Versuch über die innere Einkehr und Berührung mit sich, brachte mich sehr ins eigene Denken und überrascht war ich von Laura Robert, die ich bisher nur als Bühnenbildnerin kannte und die, als sie von unserem Projekt hörte, sagte, sie hätte Lust Illustrationen zu liefern. Ich war sehr gefangen von ihrem verrückten Blick auf die Welt, der sehr liebevoll, mitunter traurig, dann wieder sehr lustig und schräg anmutet – aber immer ein Geheimnis in sich birgt."
 
Das Magazin erscheint zunächst online unter schauspielhannover.de/magazin – eine Auswahl von Beiträgen wird auch in gedruckter Form erscheinen und ab Juni kostenlos in den Foyers des Schauspiel Hannover ausliegen. Das Magazin wird in Zukunft halbjährlich erscheinen, die nächste Ausgaben ist für das Frühjahr 2021 geplant.