... Alle, die Teenager für besonders schlau oder auch für besonders dumm halten. Alle, die einen Körper haben, den sie manchmal nicht mögen. Alle, die Gedanken haben, die sie manchmal nicht mögen. Jeden Menschen, der Selbstmitleid kennt, aber auch jeden Menschen, der Empathie kennt. Menschen, die keine Heimat wollen oder brauchen, und Menschen, die trotzdem ständig Heimweh haben. Menschen mit jüdischen Großmüttern.“ — findet die Autorin Dana Vowinckel.
Wieder ein Sommer bei den Großeltern in den USA, wie immer in den großen Ferien. Weit weg von den Freunden und Freundinnen in Berlin und ihrem Vater, dem Kantor einer Synagoge. Weit weg von Nico, mit dem sie sich manchmal trifft. Ob er sie vermisst? Dafür das Schmatzen der Großmutter im Ohr, das eklige Essen, der Schreibkurs. Dann kommt auch noch die verrückte Idee auf, sie zu ihrer Mutter nach Israel zu schicken. Die hat sie und ihren Vater verlassen, als Margarita noch ein Baby war, damals in Hannover. Margarita hat keine Lust, aber was soll sie machen? Die Zeit in Israel ist voller unerwarteter Herausforderungen: eine neue Verliebtheit, Demonstrationen und ein merkwürdiger Roadtrip mit der fremden Mutter.
Als die Großmutter ins Krankenhaus muss, treffen Margarita, ihr Vater und die Mutter am Krankenbett in Chicago das erste Mal seit Jahren wieder aufeinander. Margarita muss sich der Herausforderung stellen, in dem Durcheinander von Sprachen, Herkünften, Zugehörigkeit und Traditionen ihren eigenen Weg zu finden und herauszufinden, wer sie sein möchte.