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Leibniz Universität

Erfolg bei Innovationswettbewerb "Künstliche Intelligenz"

Ein von der Leibniz Universität Hannover geführtes Verbundprojekt gehört zu den Gewinnern des Innovationswettbewerbs "Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

Ansicht eines alten Gebäudes © Leibniz Universität Hannover (Quelle)

Seit 1879 ist das Welfenschloss Hauptsitz der Universität.

Staatssekretär Dr. Ulrich Nussbaum überreichte dem Direktor des Forschungszentrums L3S, Prof. Dr. Wolfgang Nejdl, die Urkunde für den erfolgreichen Projektvorschlag "IIP-Ecosphere: Next Level Ecosphere für Intelligent Industrial Production" während der Eröffnung des neuen Forums Digitale Technologien im September in Berlin. Insgesamt wurden 16 Projekte ausgezeichnet. Die Gewinner erhalten nun die Chance, ihr Vorhaben in einer geförderten, dreijährigen Umsetzungsphase zu realisieren. Das Gesamtvolumen des Projekts liegt bei 12 Millionen Euro, rund vier Millionen Euro fließen an die Leibniz Universität Hannover (LUH).

Überzeugendes Konzept für den Ausbau der intelligenten Produktion

Das Forschungszentrum L3S und das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der LUH haben mit 18 Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft – darunter die Universität Hildesheim, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Volkswagen, Siemens, DMG Mori und Sennheiser – ein überzeugendes Konzept für den Ausbau der intelligenten Produktion erarbeitet. Das Ziel ist, ein neuartiges Ökosystem aufzubauen, um den rasanten Fortschritt der künstlichen Intelligenz (KI) im Bereich der Produktionstechnik insbesondere für mittelständische Unternehmen nutzbar zu machen und das Potential von Industrie 4.0 auszuschöpfen.

Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie der intelligenten Produktion

Für die intelligente Produktion (Industrie 4.0) gilt künstliche Intelligenz (KI) als Schlüsseltechnologie. Studien prognostizieren durch den Einsatz von KI eine Steigerung der Produktivität um bis zu 50 Prozent. KI-Methoden sollen nach dem Wunsch des BMWi daher noch stärker Treiber für innovative Wertschöpfungsnetze und die Schaffung neuer Produkte und Geschäftsmodelle werden. In 65 Prozent der deutschen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern kommen bislang allerdings noch keine KI-Methoden zum Einsatz. Besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) fehlen für den Einsatz nicht nur die technischen Voraussetzungen und das Know-how, sondern auch die passenden Geschäftsmodelle. Außerdem gibt es Bedenken bezüglich Datenhoheit und Geheimhaltung. IIP-Ecosphere wird die Anwendbarkeit von KI-Methoden in der Produktion erleichtern und in realen Anwendungsszenarien demonstrieren. Die Aktivitäten zielen auf die Beseitigung von Hemmnissen und fördern die nachhaltige Einbeziehung neuer Stakeholder. Insbesondere sollen KMU und Startups befähigt werden, KI-Methoden zur intelligenten Produktion selbst erfolgreich anzuwenden und weiterzuentwickeln.

(Veröffentlicht: 2. Oktober 2019)