Sechs Millionen Euro für die Energiewende - Hannover.de

Klimaschutz

Sechs Millionen Euro für die Energiewende

Mit einem Förderbudget von über 6,2 Millionen Euro unterstützt der enercity -Fonds proKlima die Wärmewende und fördert den Umstieg auf klimafreundliche Technologien. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in Wärmepumpen, Wärmenetzanschlüsse, Gebäudedämmung, Fenstertausch sowie Solarstromanlagen. 

Der enercity-Fonds proKlima bezuschusst auch den Anschluss an eine Nah- oder Fernwärmeleitung.

Die Wärmewende im Gebäudebestand ist das Herzstück der Energiewende. Mit proKlima profitieren die Menschen dabei finanziell. Gleichzeitig bringen wir unsere kommunalen Klimaschutzziele voran“, erklärt Greta Garlichs, Vorsitzende des Kuratoriums des enercity-Fonds proKlima. 

Alle förderfähigen Anträge 2025 bewilligt

Die Bilanz für 2025 zeigt: Alle förderfähigen Anträge konnten bewilligt werden. Insgesamt gingen mehr als 1.370 Förderanträge ein – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (1.335).  
Besonders erfreulich: Rund 3,1 Millionen Euro hat proKlima im Jahr 2025 ausgeschüttet. Allein die proKlima-Breitenförderung, die sich auf standardisierte Effizienzmaßnahmen und erneuerbare Energieversorgung für Gebäude im Massengeschäft konzentriert, umfasste 2,7 Millionen Euro.

Nachfrage zu Wärmepumpen steigt erheblich

Die Wärmepumpe ist der klare Gewinner des Jahres: Mit mehr als 320 Anträgen und einer Budgetnachfrage von über einer Million Euro hat sich die Zahl der Förderanträge gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. „Die hohe Nachfrage zeigt, dass die Wärmepumpe in der Breite angekommen ist. Sie ist die Schlüsseltechnologie für klimafreundliches Heizen“, betont Dr. Frank-Peter Ahlers, Vorsitzender des proKlima-Beirats und Leiter des Zentrums für Umweltschutz der Handwerkskammer Hannover. Besonders gefragt waren Luft-Wärmepumpen, für die allein über 950.000 Euro bewilligt wurden.

Sonderförderprogramme

In den Sonderförderprogrammen (z.B. Energiesparmaßnahmen in Vereinen und Solarstromanlagen) wurden 130.000 Euro bewilligt, die überwiegend durch Sondermittel des Rates der Landeshauptstadt Hannover ermöglicht wurden. Für fünf Einzelförderprojekte stellte proKlima 326.000 Euro bereit – darunter die Unterstützung der Anschaffung von Balkon-PV-Anlagen für einkommensschwache Haushalte im Rahmen der Stromspar-Check-Kampagne der AWO Region Hannover. 

Förderbudget 2026: Erneuerbare Wärmeerzeugung und Solarstrom im Fokus 

Für das Jahr 2026 stellt proKlima insgesamt über 6,2 Millionen Euro bereit. Die Mittel werden überwiegend in der Breitenförderung verwendet. Dabei stehen für die Förderung der Gebäudeheizung mit erneuerbarer Energie und Wärmenetzanschlüsse insgesamt 3,8 Millionen Euro zur Verfügung. Bei Anschluss an eine Nah- oder Fernwärmeleitung gibt es bis zu 10 Prozent Zuschuss zu den förderfähigen Investitionskosten.  

Neu im Breitenförderprogramm sind attraktive Boni für die Wärmepumpe (Förderung bis zu 20 Prozent möglich) und Anpassungen der bisherigen Förderbausteine im Bereich Solarstrom. Für einen hohen Nutzungsgrad des zu Hause erzeugten Solarstroms belohnt proKlima neuerdings auch den Einsatz von Solar-Energiemanagementsystemen, die den Einsatz von Solarstromerzeugung, Hausstromverbrauch, Batteriespeicher sowie gegebenenfalls Wärmepumpe und PKW-Ladestrom optimieren.

Förderung von Solarstromanlagen

Für die Förderung von Solarstromanlagen sind rund eine Million Euro bereitgestellt - davon etwa 400.000 Euro für PV-Anlagen in gemeinnützigen Institutionen und Vereinen in der Landeshauptstadt Hannover. Der Fonds engagiert sich zudem in Schulen und Kitas mit der finanziellen Unterstützung von Bildungsprojekten und stellt dafür 200.000 Euro bereit.

Gebäudedämmung

Auch die Dämmung von Gebäudewänden und Dächern sowie Austausch von Fenstern sind wichtige Effizienzbausteine für die kommunalen Klimaschutzziele, die proKlima unterstützt. Für das nächste Jahr erhöht proKlima insbesondere bei Fenstern die Fördersätze und fördert besonders den Fenstertausch mit Denkmalauflagen (bis zu 100 Euro pro Quadratmeter Fensterfläche). Auch die Außenwanddämmung bei Mehrfamilienhäusern ist wieder im Förderangebot, sofern das Wärmedämmverbundsystem das Gütesiegel “Blauer Engel” einhält. 

Wärmewende als Gemeinschaftsaufgabe

„Die Wärmewende gelingt nur, wenn alle mitmachen – Gebäudebesitzende, Unternehmen und Kommunen. Mit unseren Förderprogrammen wollen wir diesen gemeinsamen Weg bestmöglich unterstützen“, so Matthias Wohlfahrt, Leiter der Geschäftsstelle des enercity-Fonds proKlima. 

(Veröffentlicht: 1. Januar 2026)

Nach oben