30 Jahre FHDW Hannover - Hannover.de

Jubiläum

30 Jahre FHDW Hannover

Mit einem Festakt und einem anschließenden Sommerfest hat die Fachhochschule für die Wirtschaft Hannover am 4. September ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert.

Von links nach rechts: Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover; Prof. Dr. Stefan Bieler, Vorstandsvorsitzender des bib e.V. (Träger der FHDW Hannover); Helene Preus, Geschäftsführerin der FHDW Hannover und des bib e.V.; Prof. Dr. Hans-Jürgen Wieben, Präsident der FHDW Hannover; Olaf Lies Niedersächsischer Ministerpräsident; Benedikt Hüppe, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen.

Zu den Gästen gehörten Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay, Benedikt Hüppe, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), sowie zahlreiche langjährige Partner, Wegbegleiter, Alumni, Studierende und Mitarbeitende der Fachhochschule für die Wirtschaft (FHDW) Hannover.

Im Mittelpunkt des Festakts stand nicht allein der Rückblick auf drei Jahrzehnte Hochschulgeschichte. Bewusst richtete die FHDW den Blick auf die Zukunft – und dabei insbesondere auf die Fragen ihrer Studierenden: Wie verändern Künstliche Intelligenz und Digitalisierung die Arbeitswelt? Welche Chancen haben junge Menschen auf sichere Arbeitsplätze? Welche Kompetenzen werden künftig gebraucht? Und welchen Beitrag können Hochschulen, Politik und Wirtschaft leisten, um Fach- und Führungskräfte zu sichern und den Wirtschaftsstandort Niedersachsen zu stärken?

Studierende stellen die Fragen

Diesen Perspektivwechsel setzte die FHDW auch bei der Podiumsdiskussion um. Moderiert von den Studierenden Inka Kambey und Philipp Leder diskutierten Ministerpräsident Olaf Lies, Oberbürgermeister Belit Onay, UVN-Hauptgeschäftsführer Benedikt Hüppe und FHDW-Professorin Jil Klünder über die Zukunft von Studium, Arbeitswelt und Gesellschaft.

Eine zentrale Frage der Studierenden richtete sich an die Wirtschaft: Sind Unternehmen überhaupt schon auf eine Generation vorbereitet, die mit KI, Digitalisierung und veränderten Vorstellungen von Arbeit in den Beruf startet?

Benedikt Hüppe verwies darauf, dass weniger die Technologie selbst als der Umgang der Menschen mit ihr die entscheidende Herausforderung sei. Mitarbeitende müssten befähigt werden, KI als Unterstützung und nicht als Bedrohung zu verstehen. Gerade Studierende könnten dabei neue Perspektiven in die Unternehmen tragen. Seine Botschaft: „KI ist nicht klüger als ich, aber sie hilft mir, schneller und produktiver zu sein.“

Auch der Hochschulalltag, insbesondere die Bewertung von Abschlussarbeiten, verändert sich durch KI. Prof. Dr. Jil Klünder machte deutlich, dass künftig stärker der Lern- und Arbeitsprozess der Studierenden in den Mittelpunkt rücken müsse. Nicht allein das fertige Ergebnis sei entscheidend, sondern die Auseinandersetzung mit einem Thema, die eigenen Gedanken und der Weg zum Ergebnis.

Oberbürgermeister Belit Onay

Oberbürgermeister Belit Onay würdigte die FHDW als wichtigen Bestandteil des Hochschul- und Wirtschaftsstandorts Hannover. Die Verbindung von Theorie und Praxis sowie die enge Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen seien wichtige Stärken der Hochschule. Die Absolventinnen und Absolventen seien hochqualifizierte Fachkräfte, von denen viele bereits eng mit Unternehmen der Region verbunden seien.

Seinen persönlichen Glückwunsch verband Onay mit einer charmanten Anspielung: „Wir freuen uns, dass es Sie gibt – wir hätten Sie sonst sehr vermisst.“

Ministerpräsident Olaf Lies

Ministerpräsident Olaf Lies griff diesen Gedanken unmittelbar auf: „Wir hätten Sie nicht nur sehr vermisst, wir brauchen Sie auch sehr.“ Seinen Festvortrag stellte Lies unter das Leitmotiv „KI kompetent nutzen – Fachkräfte sichern – Niedersachsen stärken.“ Künstliche Intelligenz sei eine große Chance für Niedersachsen, insbesondere für das Industrieland. Hochschulen hätten dabei eine besondere Verantwortung. Sie müssten Räume schaffen, in denen Neues ausprobiert und Wissen praktisch angewendet werden könne. „Der Wert von Hochschule ist eben nicht nur, Wissen zu vermitteln, sondern den Raum zu geben, Wissen zu verwenden und anzuwenden“, betonte Lies.

Gleichzeitig warnte der Ministerpräsident davor, bei aller Beschäftigung mit neuen Technologien die Grundlagen aus dem Blick zu verlieren. Hochschulen müssten weiterhin eine breite Wissensbasis und grundlegende Kompetenzen vermitteln, auf denen Studierende später aufbauen könnten. Die Verbindung von solidem Grundlagenwissen, Praxisnähe und Zukunftsthemen sehe er auch als besondere Stärke der FHDW. Sie sei „andersartig, aber gleichwertig“.

Seine Botschaft an die Hochschule war entsprechend eindeutig: „Machen Sie das weiter, was Sie schon immer gemacht haben“ – und greifen Sie gleichzeitig die wichtigen neuen Themen auf.

30 Jahre Verbindung von Wissenschaft und Praxis

Auf die Entwicklung der FHDW seit ihrer Gründung 1996 blickte Präsident Prof. Hans-Jürgen Wieben zurück. Aus den Anfängen mit einer überschaubaren Zahl von BWL-Studierenden und wenigen Unternehmenskontakten ist eine Hochschule mit inzwischen mehr als 700 Studierenden und einem breiten Netzwerk aus Unternehmen und Institutionen geworden. Mit dem Aufbau der Versicherungswirtschaft als Partner, der späteren Erweiterung um Informatik sowie Kooperationen unter anderem mit IT.Niedersachsen und der Polizei entwickelte die FHDW ihr Profil kontinuierlich weiter.

Für Wieben steht dabei nicht allein das Wachstum im Mittelpunkt: „Die gemeinsame Verantwortung für junge Menschen zeichnet uns aus. Zahlen sind das eine, aber die Menschen sind es, die entscheidend sind, um alles voranzubringen.“

Heute verbindet die FHDW wissenschaftliche Ausbildung mit einem ausgeprägten Praxisbezug und einer engen Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen. Diese Verbindung prägt das Profil der Hochschule seit ihrer Gründung.

Vom Festakt zum Sommerfest

Nach dem offiziellen Festakt wurde das Jubiläum bei einem Sommerfest auf dem Campus weitergefeiert. Trotz einzelner Regenschauer blieb die Stimmung bestens. Bei Musik, Barbecue und Getränken nutzten Studierende, Alumni, Mitarbeitende, Partner und Gäste die Gelegenheit zum Wiedersehen, Netzwerken und gemeinsamen Feiern.

So wurde aus dem offiziellen Festakt schließlich eine ausgelassene Partynacht – mit vielen Gesprächen, Tanz und dem einen oder anderen Toast auf die vergangenen 30 Jahre.

Über die FHDW Hannover

Die Fachhochschule für die Wirtschaft (FHDW) Hannover ist eine staatlich anerkannte private Fachhochschule mit Studienangeboten in den Bereichen Betriebswirtschaft, Informatik und Wirtschaftsinformatik. Das Studienkonzept verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit einem ausgeprägten Praxisbezug und einer engen Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnerunternehmen. Kleine Lerngruppen und die intensive persönliche Betreuung durch Professorinnen und Professoren gehören ebenso zum Profil der Hochschule wie die enge Vernetzung mit Wirtschaft und Institutionen. Die FHDW ist Gründungsmitglied der Initiative Wissenschaft Hannover und erzielt in Hochschulvergleichen und Studierendenbewertungen regelmäßig sehr gute Ergebnisse.

(Veröffentlicht: 7. September 2026)

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