Der RoboCup gilt als bedeutendster Wettkampf für intelligente Robotersysteme weltweit und zählt zu den wichtigsten Technologieveranstaltungen in den Bereichen Forschung und Bildung. Für junge Talente wurde der RoboCup Junior ins Leben gerufen – ein internationaler Wettbewerb, der sich an Schülerinnen und Schüler bis 19 Jahre richtet. Insgesamt neun Qualifikationsturniere werden deutschlandweit ausgerichtet, bei denen sich die jungen Programmiertalente für das Finale qualifizieren können, das im März in Köln stattfindet.
Am 9. Februar startete das RoboCup-Qualifikationsturnier am Campus Linden der Hochschule Hannover. Die insgesamt 300 Teilnehmenden von 19 Schulen haben sich in den letzten Monaten intensiv auf die verschiedenen Themengebiete vorbereitet und unzählige Stunden investiert, um bis zum 11. Februar mit ihren Robo-Projekten zu überzeugen. Die Teams treten in verschiedenen RoboCup Junior Ligen an. Für jeden Wettbewerb sind spezielle Regeln und Ziele definiert: Die eigens programmierten Roboter müssen unter anderem selbstständig einen Parcours mit Hindernissen überwinden, um Unfallopfer zu bergen, einen Rettungseinsatz in einem Labyrinth ausführen oder sich rhythmisch auf einer Bühne in Form von choreografierten Tänzen sowie Theaterstücken bewegen.
Organisiert und veranstaltet wird das Qualifikationsturnier vom Team des RoboCups Hannover, bestehend aus Informatiklehrkräften des Georg-Büchner-Gymnasiums Seelze, der Goetheschule Hannover, des Gymnasium Burgdorf sowie dem Gymnasium Langenhagen - unterstützt von der Stiftung NiedersachsenMetall sowie der Hochschule Hannover.
Die Stiftung NiedersachsenMetall, deren Stiftungszweck es ist, junge Menschen für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu begeistern, unterstützt das Qualifikationsturnier in Hannover von Beginn an. Olaf Brandes, Geschäftsführer der Stiftung NiedersachsenMetall, erklärt: „Technikbegeisterung entsteht durch Erleben – und genau das bietet der RoboCup. Seit über einem Jahrzehnt unterstützen wir den Wettbewerb, weil er wie kein anderes Format zeigt, wie spielerisch und kreativ MINT-Themen vermittelt werden können.
Gerade in einer Zeit, in der MINT-Kompetenzen immer wichtiger werden, ist es uns ein zentrales Anliegen, die Neugier und das Talent der nächsten Generation zu fördern – und so den Grundstein für innovative Berufsperspektiven zu legen."
Um auch jüngeren Interessierten einen leichten Einstieg in die Welt des RoboCups zu ermöglichen, kommt das Qualifikationsturnier in diesem Jahr mit einer Neuerung: Am Mittwoch, den 11. Februar, steht der Nachwuchs im Mittelpunkt. Rund 70 Schüler erhalten mit den Formaten „Ranger 2.100“ und „Ranger 3.000“ einen spielerischen Einstieg in die RoboCup-Welt. Sie sind bewusst niedrigschwellig gestaltet, um auch weniger erfahrenen Teams erste Erfolge zu ermöglichen und die Begeisterung für Robotik zu stärken. Die Aufgaben des Ranger-Wettbewerbs lassen sich auch mit begrenztem Zeitaufwand lösen – so können die Teilnehmenden in entspannter Atmosphäre RoboCup-Luft schnuppern und selbstbewusst durchstarten.
„Der RoboCup schafft es auf einzigartige Weise, Begeisterung für Technik zu wecken. Es macht uns große Freude zu beobachten, wie engagiert junge Menschen zukunftsweisende Technologien spielerisch entdecken", so Josef von Helden, Präsident der Hochschule Hannover. „Deswegen freuen wir uns sehr, diesen Wettbewerb auch in diesem Jahr an der HsH unterstützen und ausrichten zu können."
Die Hochschule Hannover bietet bereits seit 2016 mit ihrem Projekthaus Zukunft MINT (PZM) einen praxisorientierten Einstieg in die Robotik – auch für zukünftige RoboCup-Teilnehmende. Mit zahlreichen MINT-Workshops ist das PZM außerschulischer Lernort für Schulen in und um Hannover. Mit ihren zukunftsorientierten Studiengängen ermöglicht die Hochschule einen optimalen Einstieg in eine MINT-Karriere
(Veröffentlicht am 9. Februar 2026)