Sonderausstellung: Vom Zahnrad zum Bit zum Qubit - Hannover.de

Leibniz Universität

Sonderausstellung: Vom Zahnrad zum Bit zum Qubit

Die kleine neue Sonderausstellung zeigt ausgewählte „Schätzchen“ aus der Rechentechnik-Sammlung der Leibniz Universität.

Die Leibniz Universität blickt mit Leibniz als Urvater der Rechentechnik auf eine lange Tradition des Rechnens und mathematischen Denkens zurück – von den mechanischen Anfängen bis zu High Performance Computing und modernen Quantentechnologien heute. 

Gottfried Wilhelm Leibniz erfand um 1673 die erste Rechenmaschine, die alle vier Grundrechenarten mechanisch ausführen konnte. Ein Meilenstein der Technikgeschichte! Noch bis in die 1970er Jahre wurden Rechenmaschinen nach diesem Konstruktionsprinzip gebaut. Mit der Erfindung des binären Zahlensystems legte Leibniz zudem die Grundlagen der heutigen klassischen Computertechnologie. 

Die kleine neue Sonderausstellung zeigt ausgewählte „Schätzchen“ aus der Rechentechnik-Sammlung der Leibniz Universität und lädt dazu ein, die materielle Kultur des Rechnens als Zeugnisse wissenschaftlicher Neugier, technischer Präzision und visionären Denkens zu entdecken. Die ausgestellten Objekte erzählen von entscheidenden Etappen dieser Entwicklung und zugleich von der gelebten Geschichte der Rechentechnik im wissenschaftlichen Arbeitsalltag – von den Anfängen der Technischen Hochschule bis zur heutigen Leibniz Universität. 

Zu sehen sind frühe mechanische Rechenhilfen und (elektro-)mechanische Rechenmaschinen, die das Rechnen beschleunigten und automatisierten, sowie die ersten Computer, in denen Informationen elektronisch als Bits gespeichert und verarbeitet wurden. Mit dem Übergang vom Bit zum Quantenbit („Qubit“) beginnt schließlich ein neues Kapitel: Quantencomputer nutzen quantenmechanische Effekte wie Superposition und Verschränkung.

Exponat 1: Commodore PET, CBM 3032

8-Bit-Computer, CPU 6502, 1 MHz, 32 KB RAM, eingebauter 9 Zoll Monitor, Gewicht: 21 kg, Markteinführung 1979. Geodätisches Institut der Leibniz Universität Hannover

Die Markteinführung der neuen 3000er-Serie von Commodore in Europa fand im Frühjahr 1978 auf der Hannover Messe statt: „Dichtes Gedränge herrschte auf dem Messestand der Firma Commodore: Wer die Attraktion […] sehen oder sogar anfassen wollte, musste energisch von seinen Ellenbogen Gebrauch machen.“ Für viele Ingenieurinnen und Ingenieure – auch an der damals Technischen Universität Hannover, war dieser 8-Bit-Mikrorechner in den späten 70er und frühen 80er Jahren der erste Kontakt mit einem Computer. Zuvor mussten Studierende und Forschende ihre Programme mühsam auf Lochkarten aus Papier übertragen und ins zentrale Rechenzentrum bringen, wo sie in die dortigen Großrechenanlagen (meist von IBM) eingelesen wurden. Der Commodore PET ist bis heute eine Legende.

Führungen

Interessierte können im Welfenschloss unter fachkundiger Führung den Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz kennenlernen und seine technischen Erfindungen anhand von Vorführungen mechanischer Funktionsmodelle entdecken. Die Sonderausstellung ist bei öffentlichen Führungen geöffnet. Information zu den Öffnungszeiten und eine Anmeldemöglichkeit zu den Führungen gibt es auf  www.uni-hannover.de/de/universitaet/profil/leibniz/leibnizausstellung.

Videos

Leibniz Universität auf wissen.hannover.de

Videos der Leibniz Universität Hannover auf der Mediathek der Initiative Wissenschaft Hannover.

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(Veröffentlicht: 9. Juli 2024, aktualisiert am 29. Juni 2026)

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