Delegiertenwahl zum Seniorenbeirat mit 194 Bewerbungen - Hannover.de

Senioren in der Landeshauptstadt Hannover

Delegiertenwahl zum Seniorenbeirat mit 194 Bewerbungen

Auftakt zur Wahl des Seniorenbeirats der Landeshauptstadt Hannover: Rund 145.500 Menschen ab 60 Jahre können ab 27. Januar 2026 die Delegiertenversammlung wählen.

Wahlberechtigte können ihren Stimmzettel zur Seniorenbeiratswahl per Post und alternativ in aufgestellte Wahlurnen einwerfen. 

In der kommenden Woche erhält fast genau ein Viertel der Hannoveraner*innen Post vom Wahlamt: Ab dem 27. Januar 2026 sind rund 145.500 Menschen ab 60 Jahre aufgerufen, die Delegiertenversammlung zur Wahl des Seniorenbeirats zu wählen.

Durchschnittsalter der Kandidat*innen: 73 Jahre

Die Träger und Organisationen der Altenhilfe haben in jedem der 13 Stadtbezirke Wahlvorschläge eingereicht und 194 Bewerber*innen für die Wahl benannt. Insgesamt stehen 91 weibliche und 103 männliche Kandidat*innen zur Wahl. Der älteste Kandidat ist 1935 geboren, weitere 36 Bewerber*innen sind 80 Jahre alt und älter. Das Durchschnittsalter aller Aspirant*innen liegt bei 73 Jahren.

Mit 92 Bewerber*innen hat der Deutsche Gewerkschaftsbund mit der Liste „Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)“ die meisten Kandidat*innen aufgestellt. Es folgt die Arbeiterwohlfahrt, die auf dem Wahlvorschlag „AWO Region Hannover e.V.“ 30 Kandidat*innen zur Wahl stellt.

Seniorenbeirat kümmert sich seit über 50 Jahre um Belange der Altersgruppe

„Ein Viertel der hannoverschen Bevölkerung gehört der Generation 60+ an. Um die spezifischen Belange dieser Altersgruppe kümmert sich seit über 50 Jahren der Seniorenbeirat mit großem Engagement. Er vertritt sie in den Ratsgremien und darüber hinaus – und genießt in dieser Rolle eine große Wertschätzung in der Politik und in der Verwaltung“, sagt Oberbürgermeister Belit Onay. „Deshalb ist es wichtig, dass alle Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.“

Sozialdezernentin Sylvia Bruns ergänzt: „Der Seniorenbeirat ist ein zentraler Partner der Stadt, wenn es um die Belange älterer Menschen geht. Er bringt die Bedürfnisse der Senior*innen von sozialer Teilhabe bis hin zu einer barrierefreien Infrastruktur direkt in die kommunalen Entscheidungsprozesse ein. Ich lade alle Wahlberechtigten ein, ihre Stimme zu nutzen und damit die Arbeit des Beirats zu stärken sowie die kommunale Seniorenarbeit entscheidend mitzugestalten.“

„Wir als Seniorenbeirat schauen genau hin und mischen uns ein, wenn es darum geht, dass die Generation der Über-60-Jährigen angemessen berücksichtigt wird. Unser Mandat in der Ratspolitik ist umso stärker, je mehr Menschen an der Wahl teilnehmen. Dafür werbe ich – jede Stimme zählt“, unterstreicht Dr. Cornelia Goesmann, amtierende Vorsitzende des Seniorenbeirats

Stimmzettel bis 23. Februar zurück zum Wahlamt

Alle Wahlberechtigten erhalten bis spätestens zum 27. Januar 2026 einen Stimmzettel mit den Bewerber*innen ihres Stadtbezirks. Wählen können bei dieser Wahl alle in Hannover mit Hauptwohnung gemeldeten Personen, die am 27. Januar 60 Jahre und älter sind. Darunter sind auch etwa 19.500 nicht-deutsche Einwohner*innen aus mehr als 100 Ländern. Insbesondere für viele der rund 13.000 Nicht-EU-Bürger*innen wird das vielleicht die erste Wahl in Deutschland überhaupt sein, da hier sonst bei allgemeinen Wahlen nur Deutsche und gegebenenfalls EU-Bürger*innen wählen dürfen. Das Wahlverfahren ist dafür in einem mehrsprachigen Informationsmerkblatt erläutert.

Versandt per Post oder Einwurf in Wahlurnen

Die Seniorenbeiratswahl wird als reine Briefwahl durchgeführt, der Stimmzettel ist in einem mitübersandten Stimmzettelumschlag mit der Post an das Wahlamt zurückzusenden. Dort muss der Brief bis zum 23. Februar 2026 eingegangen sein. Wer das Rücksendeporto sparen will, kann den Wahlbrief bis zum 13. Februar auch an mehr als 140 Stellen im Stadtgebiet direkt in eine Urne werfen: In den Bürgerämtern und Freizeitheimen und Einrichtungen der Verbände hat das Wahlamt entsprechend gekennzeichnete Urnen zur Abgabe der Wahlbriefe aufgestellt. Auch Schulen nehmen über ihre Briefkästen die Briefe entgegen. Senior*innen-Einrichtungen stehen dieses Mal nicht zu Verfügung.

Im Mai werden dann die 174 gewählten Delegierten den 13-köpfigen Seniorenbeirat für die nächsten fünf Jahre wählen. Der Seniorenbeirat kann, so der Wahlaufruf des derzeit amtierenden Beirats, die Belange der älteren Generation umso besser durchsetzen, wenn viele von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Bei der vergangenen Wahl im Jahr 2022 betrug die Wahlbeteiligung rund 27,6 Prozent. Gewählt wird der Seniorenbeirat für fünf Jahre.

Seniorenbeirat der Stadt Hannover

Der Seniorenbeirat ist die offizielle, parteipolitisch und konfessionell neutrale Vertretung der Senior*innen der Landeshauptstadt Hannover. In direkter Wahl wählen die Einwohner*innen ab 60 Jahre in der Regel alle fünf Jahre durch Briefwahl aus Vorschlagslisten bis zu 200 Delegierte. Diese Versammlung wählt aus ihrer Mitte die 13 Mitglieder des Seniorenbeirats. Jährlich finden zwei Delegiertenvollversammlungen statt, auf denen der Seniorenbeirat über seine Tätigkeit berichtet, Anträge und Anregungen entgegennimmt und mit den Teilnehmer*innen Probleme der älteren Menschen berät.

Eine wichtige Aufgabe des Seniorenbeirates ist die aktive Teilnahme an der Beratung in fünf Fachausschüssen des Rates: im Sozialausschuss, im Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen, im Kulturausschuss, im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss sowie im Ausschuss für Sport, Bäder und Eventmanagement. Regelmäßig bringen die diesen Fachausschüssen angehörenden Mitglieder des Seniorenbeirats die Belange der Senior*innen in die Debatten ein. Darüber hinaus versteht sich der Seniorenbeirat in gewisser Weise auch als „Kummerkasten“ für die Senior*innen in Hannover, berät selbst oder leitet Fragen an die jeweils zuständige Stelle weiter.

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