Drei rote Bänke im Stadtbezirk Ricklingen aufgestellt - Hannover.de

Zeichen gegen häusliche Gewalt

Drei rote Bänke im Stadtbezirk Ricklingen aufgestellt

Hannover hat drei weitere "Rote Bänke" im Stadtbezirk Ricklingen. Sie sind Opfern von häuslicher Gewalt gewidmet und enthalten Informationen für Betroffene.

Präsentieren die neue "Rote Bank" auf dem Mühlenberger Markt: Argiro Nepienlidou, Geschäftsführung „Hannoversches Interventionsprogramm gegen Häusliche Gewalt“ (HAIP) im Referat für Frauen und Gleichstellung, Thea Giebl, Geschäftsführung des Zentrums für Kommunale Kriminalitätsprävention (ZKK), Andreas Markurth, Bezirksbürgermeister Ricklingen, und Sinem Eryurt-Celik, Geschäftsführung ZKK.

Im Stadtbezirk Ricklingen stehen der Woche vom 24. bis 28. August 2026 drei „Rote Bänke“. Je eine 

  • auf dem Mühlenberger Markt, 
  • auf dem Friedrich-Ebert-Platz sowie 
  • am Spielplatz Wilksheide (neben dem Stadtteilzentrum Ricklingen). 

Sie sind Signale gegen häusliche Gewalt. Auf ihnen angebrachte Plaketten – darunter eine mit Brailleschrift – vermitteln Informationen, wo Betroffene Unterstützung erhalten können.

Rote Bänke machen Thema Häusliche Gewalt sichtbar

„Es ist uns ein Anliegen, dass sich der Stadtbezirk Ricklingen an der Aktion beteiligt und drei ‚Rote Bänke‘ aufstellen lässt. Die ‚Roten Bänke‘ machen das Thema Häusliche Gewalt für alle im öffentlichen Raum sichtbar und stehen symbolisch für die Plätze, die frei bleiben, wenn Frauen Opfer häuslicher oder sexualisierter Gewalt werden. Durch die auffallende Farbgebung soll das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gewalt auch im Stadtbezirk Ricklingen weiter verschärft und das Thema stärker in den öffentlichen Fokus gerückt werden“, sagte Bezirksbürgermeister Andreas Markurth bei der öffentlichen Freigabe einer Bank auf dem Mühlenberger Markt am Freitag, 28. August 2026.

Zeichen für Zivilcourage

„Das Projekt ‚Rote Bänke für Hannover‘ hat sich inzwischen als Zeichen für Zivilcourage etabliert. Die ‚Roten Bänke‘ haben gerade in den Stadtbezirken einen besonderen Wert, weil die Botschaft die Menschen dort erreicht, wo sie leben. Wir freuen uns, dass sich der Stadtbezirksrat Ricklingen intensiv mit dem sehr wichtigen Thema ‚Häusliche Gewalt‘ auseinandergesetzt und entschieden hat, das Projekt des Kommunalen Präventionsrates als Zeichen für Zivilcourage zu unterstützen. Wir müssen hinschauen und helfen, wenn jemand Hilfe benötigt“, unterstrichen Sinem Eryurt-Celik und Thea Giebl, Geschäftsführung des Zentrums für Kommunale Kriminalprävention (ZKK) der Landeshauptstadt Hannover (LHH).

„Der Schutz vor häuslicher Gewalt und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit sind zentrale Anliegen unserer Arbeit. Die ‚Roten Bänke für Hannover‘ leisten hierzu einen wertvollen Beitrag, indem sie das Thema direkt in das Lebensumfeld der Menschen bringen und im Alltag sichtbar machen. Sie setzen ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt und fördern Aufmerksamkeit sowie Haltung. Daher begrüßen und unterstützen wir dieses wichtige Projekt ausdrücklich“, betonte Argiro Nepienlidou aus der Geschäftsstelle „Hannoversches Interventionsprogramm gegen Häusliche Gewalt“ (HAIP) im Referat für Frauen und Gleichstellung in der Landeshauptstadt Hannover.

Bänke sind mit Telefonnummern für Betroffene versehen

„La Panchina Rossa”, übersetzt „Die Rote Bank“, ist ein Projekt aus Italien und startete erstmalig im Jahr 2016. Die Bank soll für das Thema geschlechtsspezifische Gewalt sensibilisieren und die Plätze symbolisieren, die frei bleiben, wenn Frauen häuslicher und sexualisierter Gewalt zum Opfer fallen. „Rote Bänke für Hannover“ ist ein Projekt des Kommunalen Präventionsrates (KPR), der beim ZKK angesiedelt ist. 2021 startete der KPR das Projekt „Hannover ist stärker als Gewalt – für sichere Familien in unserer Stadt“. Im Rahmen dessen wurden Ende des Jahres 2022 in der Innenstadt an vier Standorten „Rote Bänke“ aufgestellt, um sie den Opfern von häuslicher Gewalt zu widmen. An ihnen sind Rufnummern angebracht, mithilfe derer Betroffene von häuslicher Gewalt telefonisch um Hilfe bitten können.

Rote Bänke auch in anderen Stadtteilen

Neben den drei neuen „Roten Bänken“ im Stadtbezirk Ricklingen und den vier Exemplaren in der Innenstadt stehen drei in Buchholz-Kleefeld, jeweils zwei in Döhren-Wülfel und in Südstadt-Bult sowie eine in Vahrenwald-List. Das KPR-Projekt wird unterstützt durch das Netzwerk „Hannoversches Interventionsprogramm“ (HAIP) unter Federführung des Referates für Frauen und Gleichstellung der LHH, durch die Polizeidirektion Hannover sowie den Frauennotruf Hannover. 

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