Eröffnung der Sommerlounge 2026 - Hannover.de

Andreas-Hermes-Platz

Eröffnung der Sommerlounge 2026

Der Andreas-Hermes-Platz wird nach 2024 und 2025 bereits zum dritten Mal zur Sommerlounge – einem offenen, lebendigen Treffpunkt im Herzen Hannovers. Am 29. April eröffneten Oberbürgermeister Belit Onay sowie Sylvia Bruns (Dezernentin für Soziales und Integration), Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender und Luisa Arndt (Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover) die Sommerlounge 2026, die bis September ein vielfältiges Programm für alle anbietet.

Talk mit Oberbürgermeister Belit Onay, Sozialdezernentin Sylvia Bruns, Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender und der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Luisa Arndt.

Eine große Holzterrasse mit Sonnensegeln, viel Grün in Pflanzenkübeln, Tischtennisplatten und ein öffentlich zugängliches Klavier verwandeln den Andreas-Hermes-Platz in einen Ort mit Aufenthaltsqualität. Das betont auch Oberbürgermeister Belit Onay bei der Eröffnung: „Der Andreas-Hermes-Platz ist zu einem lebendigen Treffpunkt geworden – für Kultur, Begegnung und ein gemeinsames Stadtleben. Die Sommerlounge zeigt, wie wir öffentliche Räume neu denken können, ob zum Tanzen, Zuhören, Mitmachen oder einfach zum Verweilen. Dabei liegt der Fokus auf Sichtbarkeit, Teilhabe und Gleichberechtigung.“

„Die Sommerlounge hat sich zudem als erfolgreicher Lern- und Experimentierort etabliert. Wir wollen diese Art des Formats langfristig in der Stadt verankern und dieses Projekt auch als Vorbild für andere Orte denken. Der Andreas-Hermes-Platz wird 2028 umgebaut. Bis dahin soll hier die Sommerlounge stattfinden, die Weichen für 2027/2028 haben wir bereits gestellt“, gibt Oberbürgermeister Belit Onay einen Ausblick über dieses Jahr hinaus.

Das Besondere ist das Miteinander auf dem Platz. Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen nutzen den Andreas-Hermes-Platz gemeinsam: Besucher*innen der Veranstaltungen, Tanzbegeisterte, Nachbar*innen, Passant*innen und auch wohnungslose Menschen, für die der Platz im Laufe des Sommers zu einem vertrauten Aufenthaltsort wird.

„Dieses soziale Angebot hat sich in den letzten zwei Jahren bewährt und kann 2026 noch einmal ausgebaut werden“, sagt Sylvia Bruns, Dezernentin für Soziales und Integration. Die gelungene Verknüpfung von sozialen und kulturellen Angeboten schaffe wertvolle Begegnungsräume und stärke den gesellschaftlichen Zusammenhalt, so Bruns. So würden unterschiedliche Zielgruppen erreicht und aktiv eingebunden. „Es entstehen niedrigschwellige Zugänge, die nicht nur individuelle Ressourcen fördern, sondern auch das gegenseitige Verständnis und die kulturelle Vielfalt sichtbar machen“, beschreibt Sylvia Bruns. „Diesen Weg wollen wir weitergehen. Auf dem Andreas-Hermes-Platz sind alle Menschen herzlich willkommen“.

Für das Jahr 2026 steht das Programm der Sommerlounge unter dem Motto „Platz da! Mehr öffentlicher Raum für Frauen“. Es setzt ein Zeichen für Gleichstellung und macht FLINTA*-Personen im öffentlichen Raum sichtbar. Gleichzeitig stärkt es das respektvolle und solidarische Miteinander auf dem Platz. Wieso das an dieser Stelle wichtig ist, erläutert Gleichstellungsbeauftragte Luisa Arndt: „Wir schaffen viel zu selten öffentliche Räume, um zu zeigen, wie unterschiedlich die Bedürfnisse von Frauen sein können. Das hier zu ändern ist nicht nur gerecht, sondern eben auch solidarisch – denn es erlaubt Vielfalt, Sichtbarkeit und Mitbestimmung. Und all das brauchen wir, um die Gleichstellung auch in unserer Stadt voranzubringen.“

Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender betont: „Die Sommerlounge ist ein Ort, der Kultur, Bildung und Stadtgesellschaft ganz unmittelbar verbindet. Wir schaffen hier einen Platz, an dem Menschen selbst aktiv werden, indem sie tanzen, mitdiskutieren oder Neues lernen. Dabei legen wir in diesem Jahr einen starken Schwerpunkt darauf, den Stimmen von Frauen Gehör zu geben, zum Beispiel bei der Reihe ‚UNESCO City of Music – FLINTA* on Stage‘ oder auf der ‚Bühne der Utopie‘ des Pavillons, wo Fragen der Teilhabe, der Erinnerungskultur und der Wohnungslosigkeit mit besonderer Perspektive auf Frauen und Menschen mit Migrationsgeschichte beleuchtet werden.“

 

Eröffnung der Sommerlounge 2026

Kulturprogramm mit Filmklassikern, Live-Musik, Tanz, Drag-Show und mehr

Fast täglich gibt es Veranstaltungen zu erleben: regelmäßige Tanzabende, Sportangebote, Konzerte, Quizabende, Workshops und besondere kulturelle Highlights wie Filmklassiker unter freiem Himmel, Live-Musik und eine große Drag-Show. Dabei zieht sich das Motto durch das ganze Programm.

Immer montags wird getanzt bei Open Air Milonga, dienstags stehen Zumba für Frauen und Rueda Hannover auf dem Programm, mittwochs ein Beratungsangebot für Frauen mit „Diakovere Perspektiv!“ sowie Bachata, freitags Selbstverteidigung für Frauen und Swing-Tanz für alle, sonntags dann „La Fiesta“.

Auf der Bühne der Utopien ist an drei Abenden Raum für Dialog, künstlerische Auseinandersetzung und Begegnung, zum Beispiel in einer Diskussion zum Thema „Wem gehört die Stadt?“.

Auf der UCOM-Sommerbühne (UCOM = UNESCO City of Music) heißt es jeden Donnerstag im August um 18 Uhr „FLINTA* on Stage“ und setzen Bands aus der lokalen Musikszene ein Zeichen für Sichtbarkeit und Vielfalt in der Musikbranche.

Am 30. Juni stellen beim „Sommerlounge Pitch“ im Pavillon freie Künstler*innen, Vereine, Kultureinrichtungen, Kollektive und soziale Träger ihre kulturellen und sozialen Projektideen von 18 bis 20 Uhr live auf der Bühne vor.

Sozialer Treffpunkt mit Perspektiven: Kooperation mit dem Neuen Land e. V.

Wie in den vergangenen zwei Jahren kooperiert die Sommerlounge mit dem Neuen Land e.V. Es wird einen täglichen Treffpunkt für jeweils drei Stunden neben der Terrasse geben, wo Mitarbeitende des Vereins Getränke und Beratung für Suchterkrankte und/oder wohnungslose Menschen anbieten. Dieser ist von montags bis mittwochs sowie am Freitag von 12 bis 15 Uhr; donnerstags von 12 bis 16 Uhr.

In 2025 konnten damit ungefähr 220 Personen erreicht werden, von denen 30 bis 40 Menschen nahezu täglich anwesend waren. Gespräche und Beratungen, Zurückziehen aus dem hektischen Treiben auf den anderen Plätzen sowie ein ruhiger und schattiger Ort in der Innenstadt waren die Hauptgründe für die Nutzung des Andreas-Hermes-Platzes.

Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Vermittlung kleinerer Jobs auf dem Platz wie die Reinigung, Auf- und Abbau von Stühlen und Tischen, Gießen der Hochbeete und Support für andere Veranstaltungen auf dem Platz. Die wohnungslosen und/oder suchtkranken Menschen nehmen diese Jobs gerne an, weil es eine willkommene Abwechslung ihres Alltags ist, der dadurch auch strukturiert wird. Häufig melden sie sich rechtzeitig, um eine Aufgabe zu bekommen. Die Vermittlung und Koordination dieser Jobs übernimmt ebenfalls das Neue Land.

Außerdem findet durch das Neue Land und die städtische Straßensozialarbeit bei der Sommerlounge auch eine Motivationsarbeit statt, um Menschen aus dieser Zielgruppe für die Arbeiten am Bodenkunstwerk auf dem Raschplatz zu gewinnen, das demnächst beginnt.

Immer donnerstags um 11 Uhr gibt es Tischtennis mit der Straßensozialarbeit und freitags von 17 bis 19 Uhr ein Seelsorgeangebot der Bahnhofsmission.

Am 11. September wird am „Tag der Wohnungslosen“ mit vielen Angeboten gemeinsam gefeiert.

Nach oben