GLOCKE Graffiti-Festival in Hannover - Hannover.de

7. bis 10. Mai

GLOCKE Graffiti-Festival in Hannover

Neuer Name – neuer Ort. Nach sieben Jahren „Urban Nature“ wechseln sowohl Ort als auch Name des Festivals für Graffitikunst. Die „GLOCKE Jam“ wird vom 7. bis 10. Mai rund um das UJZ Glocksee gefeiert. Das mehrtägige Festival vernetzt Akteur*innen und bringt die hannoversche Szene mit internationalen Künstler*innen und interessierten Besucher*innen zusammen.

Malaktion an der "Ihme-Hall" unterhalb der Brücke Spinnereistraße 

Das nicht kommerzielle Festival wurde vom Graffitinetz Hannover 2018 gegründet und wird seitdem vom Kulturbüro der Stadt mit veranstaltet und gefördert. Künstler*innen aus den hannoverschen Partnerstädten nehmen regelmäßig teil.

Das Programm startet mit einem Kinoabend zum Thema „Graffiti“. Die große Jam mit internationaler Beteiligung steigt am Samstag mit Kinder- und Flinta-Workshop, Style-Contest und Live DJ-Sets bis hin zu einer Performative Lecture und anschließender Party.

Programm

Der Auftakt macht am 7. Mai um 17:30 Uhr das Kino im Künstlerhaus mit dem Film „Pixadores“: „Ich kann weder lesen noch schreiben. Die Fassaden der Stadt sind meine Bücher.“ Djan, William, Ricardo und Biscoito sind „Pixadores“ aus den Favelas von São Paulo. Sie erklettern ungesichert Hochhäuser und bemalen die Fassaden mit ihren Schriftzügen. Diese einzigartige und radikale Form von Graffiti ist für sie Ausdruck von Identität und Protest gegen die Missstände in Brasilien. Als die Gruppe nach Berlin zur Kunstbiennale eingeladen wird, kommt es zu einem echten Culture Clash. Eine Einführung zum Film gibt Tom vom unabhängigen Filmverleih Rotzfrech Cinema.

Am 8. Mai ist Kick-Off der Graffiti-Jam. Das Team steht ab 12 Uhr auf dem Parkplatz der BBS bereit. Ab sofort wird jedes Jahr die Wand an der Sporthalle der BBS neu bemalt.

Zentrales Happening des Festivals ist die Graffiti-Jam, die am 9. Mai auf dem Glockseehof in der Hall of Fame und der angrenzenden BBS stattfindet. Die Jam dient als Plattform für mehr Austausch und Vernetzung in der Szene. Dieses Jahr gibt es einen Sketch Circle, Flinta- und Kinder Workshop, sowie einen Style-Contest für Fortgeschrittene.

Kunst auf die Haut gibt’s von bexysabe im Sketch Circle Raum der Glocksee.

Musikalische Plattenuntermalung von 16 bis 19 Uhr mit den DJs Daenski, Gerald und Mattis in Glockseehof.

Um 19 Uhr findet die Performative Lecture „Remix Almanya“ von Hannes Loh und Murat Güngör im Indiego Glocksee statt, danach gibt es ein Konzert mit Auftritten von vasil, dubem und luci & leoh.

Am Sonntag, 10. Mai endet die Veranstaltung um 16 Uhr.

Wie in jedem Jahr sind wieder Künstler*innen aus den Partnerstädten Hannovers dabei. Dieses Jahr verschönern 45rpm und Vents137 aus Bristol sowie Eskaer aus Poznan die hannoverschen Wände.

Weitere Infos auf der Website: https://www.graffiti-netz-hannover.de.

Das nicht kommerzielle Festival wurde mit der Eröffnung der Ihmehall 2018 vom Graffitinetz Hannover zum ersten Mal entwickelt und veranstaltet. Die Performative Lecture und die Konzerte kosten 5,90 Euro. Die anderen Angebote sind bis auf die Kinovorstellung kostenfrei.

Hintergrund

2018 wurde nach der Forderung für mehr legale Sprühflächen des Graffiti Netzwerks Hannover durch die Stadt Hannover eine 1.000 Quadratmeter große Freifläche für Urbane Kunst geschaffen, auf der legal Graffiti als Kunstform gestaltet werden kann. An der sogenannten „Ihmehall“ veranstaltete das Graffitinetz dort einmal im Jahr das „Urban Nature“ Festival für Graffiti und Urban Art.

Das Thema Urban Art hat sich seit dem Start des Ressorts Junge Kultur im Kulturbüro 2017 schnell als ein Schwerpunkt herauskristallisiert. „Uns ist es wichtig, dass sich junge Menschen in der Stadt wohlfühlen und ihre Interessen verfolgen können“, sagt Sarah Kniep, Koordinatorin in der Jungen Kultur/ Kulturbüro. „Wir sehen uns als Möglichmacher*innen – in diesem Fall ist ein wunderbares buntes Festival herausgekommen, das wir sehr gerne supporten.“

„Wir freuen uns auch dieses Jahr über die Teilnahme von artists aus unseren Partnerstädten Bristol und Poznan, die sich mit Künstler*innen aus Hannover vernetzen können“, ergänzt Bianca Thomas, Ressort Städtepartnerschaften im Kulturbüro.

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