Gemeinsam gegen Extremhitze - Hannover.de

Stadt zieht Bilanz

Gemeinsam gegen Extremhitze

Mehr Schatten, mehr Bäume, mehr Trinkwasser: Was sich Hannover wünscht, besagt eine Beteiligung.

Vom Parkplatz zum Grünbeet – ein Beispiel für Entsiegelung und Begrünung in der Innenstadt.

Wo wird es in Hannover besonders heiß? Wo finden Menschen Abkühlung? Und welche Maßnahmen wünschen sie sich für die Zukunft? Mit diesen Fragen hat sich die Landeshauptstadt Hannover im vergangenen Sommer an die Bevölkerung gewandt. Die Ergebnisse der Beteiligung liegen nun vor – passend zum bundesweiten Hitzeaktionstag am 11. Juni 2026.

Hitzeperioden häufen sich

Wenn die Temperaturen tagelang hoch bleiben, werden Parks, schattige Plätze und Trinkwasserangebote für viele Menschen zu wichtigen Rückzugsorten. Was früher als Ausnahme galt, gehört inzwischen immer häufiger zum Sommer in Hannover: Hitzeperioden mit Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius.

Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags macht die Landeshauptstadt Hannover auf die gesundheitlichen Folgen von Extremhitze aufmerksam. Bereits Ende Mai registrierte die Stadtklimastation des Deutschen Wetterdienstes in der Nordstadt den ersten Hitzetag des Jahres mit einer Temperatur von über 30 Grad Celsius. Bestätigt wird dies jetzt auch durch eine Studie der Deutschen Umwelthilfe.

Hitze als Gesundheitsrisiko

Hitze ist das größte durch die Klimakrise bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland und betrifft uns alle, warnen die Initiator*innen des bundesweiten Hitzeaktionstags. Auch in Hannover werden heiße Tage und längere Hitzeperioden zunehmend zur Herausforderung – insbesondere für ältere Menschen, Kinder, wohnungslose Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen.

328 besonders heiße Orte in Hannover

Um besser zu verstehen, wo die Belastungen im Stadtgebiet besonders hoch sind und welche Maßnahmen sich die Menschen wünschen, hatte die Stadt im Sommer 2025 zu einer Online-Beteiligung aufgerufen. Insgesamt wurden 328 Orte benannt. Ein großer Teil davon liegt in innenstadtnahen Bereichen, die von den Teilnehmenden als besonders heiß wahrgenommen werden.

Die Ergebnisse zeigen zugleich deutlich, welche Maßnahmen sich die Menschen wünschen: Mehr Grün und Bäume, zusätzliche Verschattung, mehr Sitzgelegenheiten sowie ein besserer Zugang zu Trinkwasser stehen ganz oben auf der Wunschliste.

„Die Menschen wissen oft sehr genau, wo Hitze im Alltag besonders belastend wird und welche Maßnahmen helfen würden. Die Ergebnisse der Beteiligung bestätigen unseren Weg: mehr Stadtgrün, mehr Schatten, mehr Trinkwasser und eine klimaangepasste Gestaltung des öffentlichen Raums“, sagt Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel.

Entsieglung, Pflanzungen, Trinkwasserbrunnen und mehr

Viele dieser Maßnahmen setzt die Stadt Hannover bereits um. Dazu gehören die Entsiegelung öffentlicher Flächen, der Erhalt und die Neupflanzung von Bäumen, der Ausbau des städtischen Netzes von inzwischen 22 Trinkwasserbrunnen sowie die aktuelle Bewerbung des Refill-Systems, das kostenfreies Auffüllen von Trinkflaschen an zahlreichen Standorten ermöglicht.

Die Ergebnisse der Beteiligung zeigen zudem, welche Orte bereits heute als angenehm kühl wahrgenommen werden. Diese Hinweise fließen ebenso in die städtischen Maßnahmen zur Klimaanpassung ein wie die Ausweisung sogenannter „kühler Orte“, die insbesondere während längerer Hitzeperioden Orientierung bieten.

Eine Übersicht heißer und kühler Orte im Stadtgebiet ist auf dem Beteiligungsportal der Stadt abrufbar: www.mitreden-hannover.de. Weitere Informationen zum Thema und was die Stadt bereits an Maßnahmen umsetzt ist über den Link unten oder hier zu finden: www.hannover.de/lhh-hitzeschutz.

Hitzeaktionstag am 11. Juni

Der bundesweite Hitzeaktionstag findet 2026 bereits zum dritten Mal statt und steht unter dem Motto „Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze“. Ziel ist es, auf die gesundheitlichen Risiken von Hitze aufmerksam zu machen, Schutzmaßnahmen bekannter zu machen und die Vernetzung von Akteur*innen aus Gesundheits-, Sozial- und Klimaschutzbereich zu stärken. Bundesweit finden am Donnerstag, 11. Juni, zahlreiche Aktionen und Informationsangebote statt.

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