Der Stadtfriedhof Engesohde, Hannovers erster städtischer Zentralfriedhof aus dem Jahr 1864, ist bekannt für seinen alten Baumbestand und zahlreiche künstlerisch gestaltete Denkmäler. Zu diesen zählte auch eine etwa 80 Zentimeter große vergoldete Engelsputte, die im Jahr 1902 gefertigt wurde.
Im Februar 2023 wurde die Figur gestohlen – ein Verlust, der bei vielen Besucher*innen große Betroffenheit auslöste.
Grundlage für die Nachfertigung war ein erhaltener Gipsabdruck der Figur. Die Firma Haber und Brandner GmbH aus Regensburg bereitete das Modell auf und fertigte daraus einen originalgetreuen Nachguss.
„Auch für uns war dies ein besonderer Auftrag, denn hier fließen Geschichte und Handwerk zusammen“, sagt Maximilian Heimler, der die Arbeiten geleitet hat. Es sei ein Glücksfall gewesen, dass das originale Gipsmodell noch existierte und genutzt werden konnte. „Damit haben wir einen originalgetreuen Nachguss gefertigt,“ berichtet Heimler.
Inzwischen wurde der Engel wieder auf dem Brunnen an einer zentralen Wegkreuzung montiert. Die vergoldete Putte hat zwar kaum materiellen Wert, besitzt jedoch für viele Friedhofsbesucher*innen eine hohe ideelle Bedeutung.
Bereichsleiterin Svenja Koebe sagt: „Der goldene Engel diente vielen Friedhofsbesucher*innen als Orientierungspunkt und für viele symbolisierte er auch einen Schutzengel, der über die Verstorbenen wacht. Wir freuen uns sehr über die Rückkehr der Engelsputte, die uns ebenso gefehlt hat wie den Besucher*innen.“
Die Nachfertigung wurde auch durch Spenden aus der Bürgerschaft unterstützt. Das Engagement unterstreicht die besondere Bedeutung der Engelsputte für den Stadtfriedhof Engesohde und seine Besucher*innen.