Ob in Unternehmen, in Privathaushalten oder durch Investitionen in moderne Energieversorgung: Viele Hannoveraner*innen leisten bereits heute ihren Beitrag. Effizientere Technik, bewussterer Umgang mit Energie und der Ausbau klimafreundlicher Infrastruktur zeigen Wirkung. „Das ist ein starkes Signal“, sagt Hannovers Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel. „Die Zahlen zeigen: Klimaschutz wirkt, wenn Verwaltung, Wirtschaft und Bürger*innen gemeinsam handeln.“
Besonders deutlich sind die Erfolge in der Wirtschaft. Trotz eines Zuwachses an Arbeitsplätzen sanken die Treibhausgasemissionen je Erwerbstätige*r seit 1990 um rund 65 Prozent. Möglich wurde das vor allem durch effizientere Prozesse, geringeren Energieverbrauch sowie den Rückgang von Kohle und Heizöl zugunsten klimafreundlicherer Energieträger wie Fernwärme.
Auch die Privathaushalte tragen spürbar zur positiven Entwicklung bei. Der Wärmeverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche hat sich seit 1990 nahezu halbiert, der Stromverbrauch ging ebenfalls zurück. Energiesparmaßnahmen, effizientere Technik und bewussteres Verhalten zeigen Wirkung – auch wenn die milde Witterung im Jahr 2024 einen zusätzlichen Effekt hatte.
Völlig anders sieht es im Verkehrssektor aus: Hier liegen Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen weiterhin über dem Niveau von 1990 ¬– bislang ist demnach keinerlei Beitrag zum Klimaschutz erfolgt. Zu berücksichtigen ist allerdings: Rund die Hälfte der verkehrsbedingten Emissionen entfällt auf Autobahnabschnitte im Stadtgebiet, die stark vom Transitverkehr geprägt sind und kommunal kaum beeinflusst werden können.
Mit dem Verkehrsentwicklungsplan 2035+ der Region Hannover und dem vom Rat der Landeshauptstadt Hannover beschlossenen Masterplan Mobilität 2035 liegen klare Leitbilder und Handlungsschwerpunkte vor. Es braucht aber ganz wesentlich auch eine bundesweite Trendwende im Verkehrssektor, um die Klimaziele zu erreichen.
In den kommenden Jahren rechnet die Stadt mit weiteren Fortschritten. Dazu beitragen werden unter anderem die schrittweise Erneuerung der Kraftwerksanlagen bei enercity, der Ausbau klimafreundlicher Fernwärme, energetische Modernisierungen in der Wohnungswirtschaft sowie Investitionen von Bürger*innen und Unternehmen in die Energiewende.
„Entscheidend ist, dass wir jetzt nicht nachlassen“, betont Dezernentin Ritschel. „Die Bilanz zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber Klimaschutz bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe. Hier setze ich weiterhin auf das Engagement aller Beteiligten.“