Auf einer Pressekonferenz im Künstlerhaus Hannover stellte das Orga-Team des ausrichtenden Vereins Live Literatur Hannover e.V. am Freitag (23. Januar) sein Konzept vor.
Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender äußerte ihre Freude über das kommende Event: „Für Hannover ist es ein kultureller Paukenschlag und eine Ehre, erneut Gastgeber des größten Literatur-Festivals für die deutschsprachige Poetry-Slam-Szene zu sein. Wir freuen uns auf Besucher*innen von nah und fern und schüren als Kooperationspartnerin bereits ab dem Frühsommer die Vorfreude mit Slams an ungewohnten Orten im öffentlichen Raum – ganz im Sinne der Kulturstadt Hannover, in der Kunst und Kultur für alle erlebbar sein sollen. Ein herzliches Dankeschön an alle Förderinnen und das engagierte Veranstaltungsteam.“
Mittelpunkt des viertägigen Spektakels ist das Kulturzentrum Faust, das als Festivalzentrum neun Vorrunden, zwei Team-Halbfinals und ein umfangreiches Rahmenprogramm beherbergen wird. Die Warenannahme, die 60er-Jahre Halle und das Tango Milieu sind als Spielorte eingeplant, während das Mephisto als After-Show-Lounge dient. Das Café wird als Chill-Area, Check-in und Treffpunkt für die Gäste aus dem deutschsprachigen Raum genutzt. Für den Einzel-Wettbewerb sind die Galerie Herrenhausen und das Kulturzentrum Pavillon als Halbfinal-Spielorte vorgesehen, während das Theater am Aegi die beiden Finals ausrichtet.
Mitorganisator Henning Chadde, der seit über 20 Jahren Poetry Slams in Hannover veranstaltet, zeigt sich voller Vorfreude auf den SLAM 2026: „Es ist eine große Leistung, dass wir es geschafft haben, Europas größtes Bühnen-Literatur-Festival nach 2017 zum zweiten Mal nach Hannover zu holen. Das ist eine wunderbare Anerkennung für unsere langjährige engagierte Arbeit!“
Der SLAM 2026 wird gleichzeitig eine Art Messe für Autor*innen und Veranstalter*innen aus dem deutschsprachigen Raum sein, das Highlight des Jahres für die Szene. Autorin und Mitorganisatorin Antonia Josefa beschreibt es so: „Die Meister*innenschaften sind ein riesiges Klassentreffen der Slam-Community, bei dem voller Emotion und Leidenschaft gezeigt wird, was Poetry Slam ausmacht. Diese Energie mitzuerleben, ist jedes Jahr unvergleichlich. Ich kann es kaum fassen, dass meine Heimatstadt im September mit all diesen talentierten Slammerinnen aus allen deutschsprachigen Ländern gefüllt sein wird!“
Ein weiteres Highlight ist das umfassende Vorprogramm zum SLAM 2026, das die Veranstalter*innen in Kooperation mit der Stadtteilkultur für April, Mai und Juni geplant haben. Dazu gehören ein Running Mic, eine literarische Parade vom Hauptbahnhof durch das Kulturdreieck bis zum Schiller-Denkmal, drei Tiny Glashaus-Lesungen in den Stadtteilen, ein Queer-Slam in der Schwulen Sau in der Nordstadt und ein Open-Air-Slam zum Thema „In welcher Stadt leben wir eigentlich?“ im Ihme-Park.
Jörg Smotlacha aus dem Orga-Team freut sich: „2026 wird ein Slam-Jahr. In Zeiten wie diesen wollen wir literarisch dazu beitragen, dass Hannover so bunt, weltoffen und liebenswert bleibt, wie es ist.“
Anke Blome von der NORD/LB-Kulturstiftung betonte: „Mit der Förderung des Poetry-Slam-Wettbewerbs wird Sprache zur Bühne: Wortkunst trifft auf Haltung, Humor und Herz. Das Projekt schafft Raum für neue Stimmen, lebendige Debatten und kreative Energie – und bereichert so nachhaltig die kulturelle Vielfalt.“
Susanne Mamzed, Referentin für Literatur bei der VGH Stiftung, ergänzt: „Literatur- und Leseförderung spielen für die VGH Stiftung schon immer eine wichtige Rolle. Poetry Slam als Kulturformat vermag es auf unnachahmliche Weise, ein breites Publikum für gesprochene Texte zu gewinnen, von humorvoll über gesellschaftskritisch bis lyrisch. Gerne unterstützen wir deshalb den SLAM 2026 und wünschen den Poetry Slam-Meister*innenschaften in Hannover viele begeisterte Besucher*innen.“