Engagement

Internationale Wochen gegen Rassismus

Unter dem Motto "Solidarität. Grenzenlos." starten am 15. März die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Auch Hannover wird sich mit digitalen Veranstaltungen und einer Ausstellung in das zweiwöchige Programm einbringen.

Die "Stiftung gegen Rassismus" hat auch in diesem Jahr bundesweit zur Beteiligung an den internationalen Wochen gegen Rassismus vom 15. bis zum 28. März 2021 aufgerufen. Hannover unterstützt die Aktion und setzt ein klares, öffentliches Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus.

Oberbürgermeister Belit Onay macht zum Auftakt unmissverständlich klar: "Unverhohlen wird von etlichen Personen in den sozialen Netzwerken und auf der Straße Rassismus und Antisemitismus verbreitet, wird bedroht und gehetzt. Dem müssen wir gemeinsam entschieden entgegentreten. Für die Menschenwürde und gegen Rassismus!"

Über das Programm

In den Schaufenstern des Historischen Museums ist die Fotoausstellung "Farbe gegen Braun – Gib Rassismus keine Chance!" zu sehen. Die im Iran geborene Fotografin Behnush Martinez Hartmann verbindet Fotografie und Kunst mit einem guten Zweck. Für ihr Projekt "Farbe gegen Braun" konnte sie Persönlichkeiten aus der hannoverschen Stadtgesellschaft als Unterstützer*innen gewinnen. Sie sind in monochromen Porträts abgebildet, stets jedoch mit einer besonderen Geste, einem Farbklecks als Zeichen gegen Rassismus. Die mit dieser Aktion eingeworbenen Spenden kamen der "Stiftung gegen Rassismus" zu Gute. Erstmalig werden alle Porträts in dieser Schau analog und öffentlich ab dem 15. März präsentiert.

In den Schaufenstern des Historischen Museums ist die Fotoausstellung "Farbe gegen Braun – Gib Rassismus keine Chance!" zu sehen.

Auch die kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit Deutschlands wird während der Aktionswochen thematisiert. Die Organisation Decolonize Hannover bietet in Zusammenarbeit mit der Stelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus einen digitalen Workshop zu Spuren des Kolonialismus in Hannover am 18. März an. Die Anmeldung ist möglich per E-Mail an sdr@hannover-stadt.de ist erforderlich.

Am 24. März nimmt eine digitale Diskussion die Frage "Rassismus bei Arendt? Ein aktueller Blick auf Widersprüche im Urteilen" in den Fokus. Im Zuge der Black Lives Matter-Bewegung debattiert auch die breite Öffentlichkeit über die 'blinden Flecken' in Hannah Arendts Werk. Ihre irritierenden Einlassungen über den Kolonialismus in Afrika oder über die gesetzlichen Maßnahmen zur politischen Gleichberechtigung in den USA wirken umso problematischer vor dem Hintergrund, dass Arendts Schriften zeitlebens eine kritische Auseinandersetzung mit Rassismus, Antisemitismus und Imperialismus darstellten. Podiumsteilnehmende sind die Schriftstellerin Priya Basil und der Wissenschaftler Dr. Felix Axter von der TU Berlin. Die Veranstaltung wird moderiert von René Aguigah, Ressortleiter Literatur von Deutschlandfunk Kultur. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an hat@hannover-stadt.de.

OB Belit Onay