Neuer Bebauungsplan für das Ihme-Zentrum - Hannover.de

Stadt Hannover geht nächsten Schritt in Bezug auf die Großimmobilie

Neuer Bebauungsplan für das Ihme-Zentrum

Für die Großimmobilie Ihme-Zentrum soll ein neuer verlässlicher baurechtlicher Rahmen aufgestellt werden.

Das Ihme-Zentrum

Die Landeshauptstadt Hannover geht den nächsten Schritt im Bebauungsplanverfahren für das Ihme-Zentrum. Eine entsprechende Drucksache liegt dem Stadtbezirksrat Linden-Limmer vor. Langfristiges Ziel ist es, einen verlässlichen baurechtlichen Rahmen für einen der größten Gebäudekomplexe Deutschlands zu schaffen.

Der bisherige Bebauungsplan aus dem Jahr 1971 hat wegen eines Formfehlers keinen Bestand mehr.

Die Stadt beabsichtigt, mit dem neuen Bebauungsplan künftig die Einzelhandelsfläche auf kleinere Läden und Nahversorgung zu begrenzen und auf diesem Wege die spekulativen Erwartungen einzudämmen. Gleichzeitig sollen öffentlich nutzbare Durchwegungen gesichert, das Wohnumfeld aufgewertet und die Umnutzung von Büros und Ladenflächen zu Wohnungen ermöglicht werden.

Bislang keine Fortschritte

Das Ihme-Zentrum steht seit Jahren für eine festgefahrene Entwicklung. Ausbleibende Investitionen und wirtschaftliche Unsicherheiten haben dazu geführt, dass dringend notwendige Fortschritte nicht erreicht wurden. Gleichzeitig haben Eigentümerinnen und Eigentümer in dem Zentrum deutlich steigende Belastungen zu tragen.

OB: „Ihme-Zentrum soll wieder ein lebendiger Stadtbaustein werden“

Die Landeshauptstadt Hannover hatte bereits in der Vergangenheit bewusst Konsequenzen gezogen und sich als Mieterin aus dem Objekt zurückgezogen. Damit wurde eine Praxis beendet, die wirtschaftlich nicht tragfähige Strukturen stabilisiert hat, ohne eine nachhaltige Entwicklung sicherzustellen.

Oberbürgermeister Belit Onay macht deutlich: „Das Ihme-Zentrum ist aktuell von einem einzelnen großen Investor abhängig, der seiner Verantwortung für die Entwicklung dieses zentralen Standorts nicht gerecht wird, das kann so nicht bleiben. Unser Ziel ist klar: Das Ihme-Zentrum soll wieder ein lebendiger, funktionierender Stadtbaustein werden.“ Das wird Zeit brauchen, denn klar ist, dass die Stadt nicht Eigentümerin des Ihme-Zentrums ist. Ihre Rolle sei es, für das Gebäude einen verbindlichen städtebaulichen Rahmen zu setzen.

Der Bebauungsplan ist dabei ein weiterer Baustein neben den Anstrengungen, die die Stadtverwaltung im Insolvenzverfahren unternimmt. Oberbürgermeister Onay sieht die Kommune in der Verantwortung, klare Grenzen zu setzen. „Wir können es uns nicht leisten, dass zentrale Flächen über Jahre hinweg ungenutzt bleiben, während gleichzeitig Wohnraum fehlt und die Belastungen für die Menschen steigen. Stadtentwicklung muss dem Gemeinwohl dienen. Deswegen werden wir die Instrumente, die uns zur Verfügung stehen, konsequent ausnutzen.“

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