In den frühen Morgenstunden des 18. März wurden am Holocaustmahnmal antisemitische Schmierereien festgestellt. Die Parolen richteten sich direkt gegen jüdische Menschen und wurden auf dem Mahnmal angebracht. Polizist*innen der Polizeidirektion Hannover machten die Schriftzüge noch am selben Tag mit gelber Sprühkreide unkenntlich.
Zusätzlich wurde ein durchgehender schwarzer Strich aufgebracht, der Teile der Namen von Jüdinnen und Juden überdeckt, die während der NS-Zeit aus Hannover deportiert wurden. Die vollständige Reinigung des Mahnmals ist für den 19. März vorgesehen.
Oberbürgermeister Belit Onay verurteilt die Schmierereien deutlich: „Antisemitismus bricht sich in unserer Gesellschaft allzu oft Bahn, sucht sich seinen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft. Diese Parolen auf dem Mahnmal im Herzen Hannovers sind ein weiteres Zeichen dafür. Antisemitismus ist und bleibt ein großes Problem, dessen Bekämpfung unser aller Pflicht ist. Wir stehen weiter an der Seite unserer jüdischen Mitbürger*innen.“
Die Tat reiht sich in eine Serie von Angriffen auf Gedenkorte in Hannover und der Region ein. So wurde die Gedenkstätte in Hannover-Ahlem in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel von Beschmierungen und Sachbeschädigungen, zuletzt im Januar 2025.