Public Parts: Buchpräsentation zur Straßenkunst in Hannover

Städtische Galerie KUBUS

Public Parts: Buchpräsentation zur Straßenkunst in Hannover

Am Freitag, 25. September, um 19 Uhr wird in der städtischen Galerie KUBUS die neue Publikation „Public Parts“ vorgestellt. Herausgegeben wurde sie von der Stabsstelle Kunst im öffentlichen Raum des Fachbereichs Kultur der Landeshauptstadt Hannover. Die Publikation beleuchtet die vielfältige Kunst im öffentlichen Raum und lädt dazu ein, Hannover aus neuen Perspektiven zu entdecken.

Städtische Galerie Kubus - Jenseits des Dokumentarischen

Im Gespräch mit Nora Brünger, der ehemaligen Kuratorin für Kunst im öffentlichen Raum in Hannover, gibt Sabine Müller - selbst Künstlerin und verantwortlich für die grafische Gestaltung von „Public Parts“ - Einblicke in den Entstehungsprozess der Publikation. Anschließend werfen Lotte Lindner und Till Steinbrenner einen Blick zurück in die 1970er-Jahre, als die Gruppe Kontakt-Kunst in Hannover die Kunst aus den Ausstellungsräumen hinaus auf die Straße brachte.

„Die Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe ‚Public Parts‘, die dem entstandenen Buch zugrunde liegt, wäre nicht möglich gewesen ohne die Arbeit und Unterstützung aller beteiligten Künstler*innen, Autor*innen und Institutionen. Gemeinsam möchten wir diese Zusammenarbeit feiern und erneut über die Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum und über verschiedene Perspektiven auf sie ins Gespräch kommen“, sagt Carina Plath, Leiterin der Stabsstelle Kunst im öffentlichen Raum.

Zum Inhalt

Die Publikation „Public Parts“ widmet sich der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Straßenkunst am Beispiel Hannovers und versteht den öffentlichen Raum als lebendiges Archiv - als Gefüge aus sich überlagernden Spuren und kollektiven Bildgedächtnissen.

Ausgehend vom Experiment Straßenkunst der 1970er-Jahre und prägenden Arbeiten wie den Aktionen der Gruppe Kontakt-Kunst, den Nanas von Niki de Saint Phalle oder der Rekonstruktion des „Diamant II“ von Sanford Wurmfeld untersucht die Publikation, wie Künstler*innen heute in dieses urbane Archiv eingreifen und es reflektieren. Zugleich betrachtet „Public Parts“ aktuelle und feministische Perspektiven auf Sichtbarkeit, Körper und Teilhabe im öffentlichen Raum.

Zwischen künstlerischer Praxis, historischer Spurensuche und theoretischer Reflexion entsteht eine multiperspektivische Konstellation von Stimmen, die unter anderem folgende Fragen beleuchtet: Welche Erzählungen prägen den öffentlichen Raum? Welche werden verdrängt – und welche feministischen, kollektiven und widerständigen Perspektiven schreiben ihn neu?

Die Gestaltung folgt dabei der Idee eines Mappings: Wie verorten wir den Text in Bezug auf unsere Körper? Wo verorten wir die Inhalte zueinander, und welche Möglichkeiten des Denkens und Verstehens ergeben sich aus dem nicht-linearen Aufbau des Buches?

Herausgeberin: Landeshauptstadt Hannover, i. A. Fachbereich Kultur, Stabsstelle Kunst im öffentlichen Raum, Nora Brünger

Die Auflage der Erstausgabe von „Public Parts“ beträgt 500 Exemplare. Der Verkaufspreis liegt bei 18 Euro.

Ausstattung: Softcover, Fadenbindung, 112 Seiten

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