Start für den Neubau der IGS Bothfeld als moderner Campus

Bildung, Kultur und Sport am Hintzehof

Start für den Neubau der IGS Bothfeld als moderner Campus

Mit dem Neubau der IGS Bothfeld soll am Hintzehof ein moderer Bildungs-, Kultur- und Sportcampus entstehen. Die Arbeiten beginnen am 1. Oktober 2026.

Haupteingang zur IGS Bothfeld, Visualisierung: Büro Bloomimages

Startschuss für den Neubau der IGS Bothfeld am Hintzehof: Mit der Einrichtung der Baustelle geht es am 1. Oktober 2026 los. Das Projekt gehört zu den größten Schulbauvorhaben der Landeshauptstadt Hannover. In den kommenden Jahren entsteht auf dem Gelände ein neuer Bildungs-, Kultur- und Sportcampus.

Vorgesehen sind eine fünfzügige Sekundarstufe I und eine vierzügige gymnasiale Oberstufe. Zum neuen Campus gehören außerdem eine Stadtteilbibliothek, ein Kulturtreff mit Musikschule sowie zwei Zweifeld-Sporthallen, von denen eine mit einer Tribüne ausgestattet wird.

Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat dem Vorhaben im Januar 2026 einstimmig zugestimmt. Geplant, gebaut und finanziert wird das Projekt im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP). Auftragnehmer ist die OTTO WULFF Bauunternehmung GmbH aus Hamburg.

Foyertreppe der IGS Bothfeld, Illustration Büro Gärtner+Christ

Neue Mitte für Bothfeld

Mit dem Neubau soll am Hintzehof auch ein neuer Treffpunkt für den Stadtteil entstehen. Schule, Bibliothek, Kulturtreff und Sporthallen werden rund um einen zentralen Quartiersplatz angeordnet.

Begrünte Bereiche, Sitzmöglichkeiten und Fahrradstellplätze ergänzen die neue Anlage. Der Standort soll damit künftig nicht nur der Schule, sondern auch für kulturelle Angebote, Sport und Begegnungen im Stadtteil zur Verfügung stehen.

Bauen bei laufendem Schulbetrieb

Die Arbeiten erfolgen in mehreren Bauabschnitten, während der Schulbetrieb weiterläuft. Dabei gilt: Bestehende Gebäude werden erst zurückgebaut, wenn die entsprechenden Neubauten fertiggestellt und bezogen sind.

Im ersten Bauabschnitt werden bis zum vierten Quartal 2027 die beiden neuen Sporthallen, der Kulturtreff mit Musikschule und die Stellplatzanlagen errichtet.

Danach kann die vorhandene Sporthalle zurückgebaut werden. Im zweiten Bauabschnitt entsteht das neue Schulgebäude mit der integrierten Stadtteilbibliothek. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2030 vorgesehen.

Im dritten und letzten Abschnitt werden das bisherige Schulgebäude und die modularen Unterrichtsgebäude abgebrochen. Anschließend werden die Sport- und Freianlagen fertiggestellt. Der Abschluss des gesamten Projekts ist für das vierte Quartal 2031 geplant.

Sporthalle der IGS Bothfeld, Illustration Büro Bloomimages

Was vor dem eigentlichen Baustart passiert

Noch bevor im Oktober die Baustelle offiziell eingerichtet wird, sind auf dem Gelände verschiedene vorbereitende Arbeiten notwendig. Dazu gehören unter anderem Bauzäune und die Einrichtung des Baufeldes.

Am Reineckeweg werden Flächen für die Baustelleneinrichtung vorbereitet. Dort sollen Container für die Bauleitung, Besprechungs- und Sozialräume sowie ein Interimsparkplatz entstehen.

Auch die Versorgung der Baustelle mit Baustrom wird vorbereitet. Die dafür erforderlichen Anlagen entstehen auf dem Schulgelände hinter den Containern der Sekundarstufe II.

Parallel wird das Baufeld freigemacht. Dazu gehören unter anderem Rodungs- und Abbrucharbeiten, das Entfernen vorhandener Hindernisse, die Verlegung von Leitungen sowie erste Erdarbeiten und Geländeanpassungen.

Während der Bauarbeiten sind zudem Maßnahmen zum Schutz von Bäumen, Grünflächen und Boden vorgesehen. Auch Lärm und Staub sollen soweit wie möglich reduziert werden. Die Arbeiten werden entsprechend so organisiert, dass die Auswirkungen auf den laufenden Schulbetrieb und die Nachbarschaft möglichst gering bleiben.

Schulhof der IGS Bothfeld, Illustration Büro Bloomimages

Baumfällungen und neue Pflanzungen

Für den Neubau sind auf Teilen des Geländes Eingriffe in den vorhandenen Gehölzbestand notwendig. Bei der Planung wurde deshalb geprüft, welche Bäume erhalten werden können. Die Eingriffe in den Bestand wurden auf das notwendige Maß beschränkt.

Die Maßnahmen werden mit der zuständigen Baumschutzbehörde der Landeshauptstadt Hannover abgestimmt. Notwendige Baumfällungen stehen unter dem Vorbehalt der jeweiligen Genehmigungen.

Für Bäume und Gehölze, die nicht erhalten werden können, sind Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen vorgesehen. Sie werden bei der späteren Gestaltung der Außenanlagen entsprechend den behördlichen Vorgaben berücksichtigt.

Auch bei der neuen Freiraumgestaltung soll der grüne Charakter des Standorts erhalten bleiben. Neben möglichst vielen bestehenden Bäumen sind deshalb klimaangepasste und nachhaltige Begrünungen vorgesehen.

Rund 113 Millionen Euro für den neuen Campus

Insgesamt werden rund 113 Millionen Euro in den neuen Bildungs-, Kultur- und Sportstandort am Hintzehof investiert. Der Neubau soll moderne Räume für den Schulunterricht schaffen und zugleich Platz für kulturelle Angebote, Vereins- und Freizeitsport sowie Veranstaltungen im Stadtteil bieten.

Café der IGS Bothfeld, Illustration Büro Gärtner+Christ

Eckdaten des Projekts

  • Adresse: Hintzehof 9, 30659 Hannover-Bothfeld-Vahrenheide
  • Auftragnehmer: OTTO WULFF Bauunternehmung GmbH, Hamburg
  • Projektleitung und Steuerung: Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Gebäudemanagement
  • Baustelleneinrichtung: Oktober 2026
  • Beginn der Hochbauarbeiten: Dezember 2026

Geplante Fertigstellung:

  • 1. Bauabschnitt: Sporthallen, Kulturtreff und Stellplatzanlage – 4. Quartal 2027
  • 2. Bauabschnitt: Neubau der Schule mit Stadtteilbibliothek – 3. Quartal 2030
  • 3. Bauabschnitt: Rückbau der Bestandsgebäude, Außenanlagen und Gesamtfertigstellung – 4. Quartal 2031

Bruttogrundfläche:

  • Schule: ca. 15.900 m²
  • Sporthallen: ca. 4.070 m²
  • Stadtteilbibliothek: ca. 1.690 m²
  • Kulturtreff: ca. 890 m²

Gesamtkosten: rund 113 Millionen Euro

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