Verwaltung schlägt Kompromiss für Laher Kamp vor - Hannover.de

Saisonale Verkehrsführung auf der Veloroute

Verwaltung schlägt Kompromiss für Laher Kamp vor

Einen saisonalen Kompromiss schlägt die Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover für die Nutzung des Laher Kamps vor. Hintergrund ist, dass eine ganzjährige Sperrung des bestehenden Wirtschaftswegs zwischen Lahe und Bothfeld für den Kfz-Verkehr zugunsten des Fuß- und Radverkehrs auf der Veloroute derzeit keine politische Mehrheit im Bezirksrat hat.

Der Laher Kamp verbindet Lahe und Bothfeld.

Die Landeshauptstadt Hannover treibt den Ausbau der Velorouten weiter voran. Für die geplante Verbindung zwischen Lahe und Bothfeld zeichnet sich jedoch ab, dass für eine ganzjährige Sperrung des bestehenden Wirtschaftswegs für den Kfz-Verkehr derzeit keine politische Mehrheit im Bezirksrat mehr besteht. Vor diesem Hintergrund schlägt die Stadtverwaltung eine pragmatische Kompromisslösung vor.

Vorschlag saisonaler Verkehrsführung im Sommer und Winter

Kern des Vorschlags ist eine saisonale Verkehrsführung: In den Sommermonaten soll der Weg ausschließlich dem Rad- und Fußverkehr vorbehalten bleiben.
In den Wintermonaten soll der Weg wie bisher in der Woche für den Kfz-Verkehr geöffnet bleiben. Samstags, sonntags und an Feiertagen sollen Rad- und Fußverkehr dann weiterhin Vorrang genießen.

Leistungsfähige Radverkehrsinfrastruktur und unterschiedliche Interessens

Ziel ist es, sowohl den Anforderungen einer leistungsfähigen Radverkehrsinfrastruktur als auch den Interessen vor Ort Rechnung zu tragen. Zu diesem Vorschlag erklärt Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover: „Der Ausbau der Velorouten ist ein zentraler Baustein der Verkehrswende in Hannover. Gleichzeitig sehen wir, dass es im konkreten Fall unterschiedliche Interessen im Stadtbezirk gibt. Mit der vorgeschlagenen saisonalen Lösung schaffen wir einen tragfähigen Kompromiss, der Fortschritte ermöglicht, ohne die Situation vor Ort weiter zu verhärten.“ Onay betont die Bedeutung eines ausgleichenden Ansatzes: „Wir brauchen Lösungen, die sowohl die Mobilitätswende voranbringen und gleichzeitig von einer Mehrheit getragen werden können. Der Vorschlag bietet die Chance, Konflikte zu entschärfen und gleichzeitig konkrete Verbesserungen für den Radverkehr zu erreichen.”

Pragmatischen Kompromiss im Blick behalten

Thomas Vielhaber, Stadtbaurat der Landeshauptstadt Hannover, ergänzt: „Die Verwaltung verfolgt das Ziel, die Infrastruktur für den Radverkehr kontinuierlich zu verbessern. Ob dieser pragmatische Kompromiss langfristig tragfähig ist, werden wir im Blick behalten und würden gegebenenfalls eine Anpassung vorschlagen.”

Darüber hinaus prüft die Verwaltung, ob nördlich der bestehenden Trasse in den angrenzenden Landschaftsschutzgebieten ein zusätzlicher Fußweg ertüchtigt werden kann. Hierzu sind Abstimmungen mit der zuständigen Naturschutzbehörde der Region Hannover erforderlich.

Aktuell keine Mehrheit für vollständige Sperrung

Mit dem vorgeschlagenen Vorgehen verfolgt die Landeshauptstadt Hannover das Ziel, eine umsetzbare Lösung zu erreichen, nachdem deutlich geworden ist, dass eine vollständige Sperrung aktuell keine Mehrheit findet. Zugleich bleibt der Ausbau einer leistungsfähigen und sicheren Radverkehrsinfrastruktur ein zentrales Anliegen der Stadt. Stillstand, so Onay, sei keine Lösung.

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