Stadtentwicklung

Smarte Impulse für die Zukunft Hannovers

Hannover ist auf dem Weg zur Smart City: Digitale Lösungen und Zukunftstechnologien sollen Hannover als lebenswerte und attraktive Stadt stärken. Impulse dafür lieferte eine zweitägige „Smart-City-Werkstadt“ am 17. und 18. März, zu der die Landeshauptstadt in Kooperation mit der Hochschule Hannover zahlreiche Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und sozialen Einrichtungen eingeladen hatte.

Zahlreiche Personen waren der Einladung der Landeshauptstadt Hannover in die Bauverwaltung gefolgt. 

Ergebnis der Werkstadt ist ein Fundus von Ideen. Demnach verfügt eine künftige Smart City Hannover beispielsweise über eine „Erlebniswelt ÖPNV“, in der autonom fahrende und smart gesteuerte  Busse die Fahrgäste unabhängig von Haltestellen an ihre Ziele bringen.

Viele weitere Vorschläge wurden skizziert: darunter der einer digitalen Plattform mit dem Namen „HannoFairTeilt“, die Kompetenzen und mögliche Dienstleistungen in Nachbarschaften bündelt, oder eine mobile „Wanderbaumallee“, die Grün auf asphaltierte Plätze und Straßen bringt. Smart City-Lösungen, so hieß es in der Werkstadt, eigneten sich auch, um die Stadt als außerschulischen Lernort besser zu etablieren oder beispielsweise das Kulturleben und seine Akteur*innen besser zu vernetzen.

Stadt arbeitet bereits an konkreten Projekten

Wie Oberbürgermeister Belit Onay in einem Impulsvortrag betonte, verfolgt die Stadtverwaltung bereits  konkrete Smart-City-Projekte, die in den kommenden fünf Jahren umgesetzt werden sollen – und für die bereits Fördergelder eingeworben worden seien.

So sollen in einigen Bereichen der Innenstadt unterirdische Zisternen, die Regenwasser einfangen, als intelligente Wassertankstellen eine sensorgesteuerte Bewässerung von Bäumen und sprühende Wasserelemente bei Hitze ermöglichen.

Ein weiteres Projekt ist die Installation von  Ampeln, die nicht nur mit Autos, sondern auch mit Radfahrenden interagieren. Augmented-Reality-Anwendungen sollen künftig  Stadtgeschichte im öffentlichen Raum erlebbar machen.

Im Aufbau befinden sich eine Datenplattform, auf der Informationen zentral gebündelt und aufbereitet werden können, sowie ein digitaler Zwilling der Stadt Hannover, der Stadtplanungsprozesse erleichtert. Außerdem erweitert die Stadt kontinuierlich ihr digitales Service-Portal.

„Viel Energie und Kreativität“

Belit Onay sieht die Entwicklung der Smart City vor allem als Chance für das städtische Gemeinwesen. „Wir alle erleben den Klimawandel und seine Folgen, wir spüren den Anpassungsdruck in den Innenstädten,  und wir alle sehen, dass Mobilität neu gedacht werden muss. Beim Umbau von Städten zu resilienten, klimaneutralen und lebenswerten Orten helfen kluge Ideen für technische und datenbasierte Innovationen“, betonte der Oberbürgermeister.  

„Sehr viel Energie und Kreativität sind in der ,Smart-City-Werkstadt‘ freigesetzt worden“, sagte Prof. Gunnar Spellmeyer von der Hochschule Hannover, die als Partnerin der Landeshauptstadt das Projekt begleitet. „Es ist ermutigend, dass es viele engagierte Menschen gibt, die den Willen haben, die Zukunft der Stadt zu gestalten.“