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Mädchenchor Hannover auf Japan-Tour © Dr. Hedderich

Mädchenchor Hannover auf Japan-Tour 

Bericht

Mädchenchor Hannover auf Japan-Tour

Der Mädchenchor Hannover war im vergangenen Oktober auf Japan-Tour und hat unter anderem in der City of Music Hamamatsu Halt gemacht.

Aus dem Japan-Tagebuch des Mädchenchores, geschrieben von Chorärztin Frau Dr. Hedderich

04./05. Oktober 2017: Reisetage und Hamamatsu

Am Mittwochmorgen wimmelt der Hannoversche Flughafen früh um 08:30 Uhr von fröhlichen, gut gelaunten jungen Menschen: Der Mädchenchor Hannover geht auf Reisen und verabschiedet sich, nachdem alle Formalitäten erledigt, alle Küsse gegeben und alle Eltern beruhigt worden sind, mit einem Lied: "Ack, Värmeland, du sköna“ und hält das hastige Treiben und Tun an den Schaltern für ein paar Minuten an.

Wir starten pünktlich nach Frankfurt, wo wir auf unseren Dolmetscher Noah Holzapfel treffen und in den Flieger nach Osaka umsteigen. Die Maschine ist komplett ausgebucht, mindestens die Hälfte der Reisenden sind Japaner auf der Heimreise, und so wird es für die nächsten etwa elf Stunden "kuschelig". Die Zeitverschiebung beträgt sieben Stunden, das heißt in Hannover geben sich die Daheimgebliebenen um kurz nach Mitternacht schon lange ihren Träumen hin.

Die Einreiseformalitäten in Japan zeigen einen ganz entscheidenden Unterschied zu dem ostasiatischen Land, in dem wir vor einem Jahr waren. Die Japaner begrüßen uns höflich, freundlich, korrigieren kleine Lässlichkeiten mit Nachsicht und kommen so unserer Schlafmangel-bedingten Unausgeglichenheit sehr entgegen.

Es heißt, keine Müdigkeit vorzuschützen, denn die Reise wird nun in einem etwas langsameren Vehikel fortgesetzt: Zwei Busse bringen uns von Osaka nach Hamamatsu, dem ersten wirklichen Zielpunkt unserer Reise im Land der aufgehenden Sonne.

Wir verlassen die dem Festland vorgelagerte künstliche Insel, auf der sich der Flughafen Kansai befindet, und fahren in nordöstliche Richtung durch dicht besiedeltes Industriegebiet nach Hikone, wo sich unser erster Zwischenstopp befindet. Nach einem vorzüglichen Mittagessen im "Hikone Castle Resort & Spa", zu dem unsere Gastgeber eingeladen haben, machen wir einen Verdauungsspaziergang zu einem japanischen Nationalschatz: Hikone Castle, eine aus dem 17. Jahrhundert datierende Burganlage - eine der ältesten in Japan überhaupt.

Für uns Europäer ist es ungewohnt, dass wir auf Strümpfen, einen Beutel mit unseren Schuhen in der Hand, über den Holz- und Steinfußboden schlittern. Aber wie wir ja alle wissen: Reisen bildet.

Nach diesem Intermezzo fahren wir weiter nach Hamamatsu, wo wir gegen 18:00 Uhr eintreffen. Die (etwas erschöpft wirkenden) Mädchen werden auf die jeweiligen Gastfamilien verteilt, die Betreuer schauen ihnen aus müden Augen hinterher und sind sehr sicher, dass dies kein langer Abend werden wird.

06. Oktober 2017: Hamamatsu

Was haben Hannover und Hamamatsu (außer dem Anfangs-H) gemeinsamt? Aufmerksame Leser werden sich erinnern, dass ich vor zwei Jahren eine ähnliche Frage zu Bologna und Hannover gestellt habe, und sie zielte auf den Status als UNESCO City of Music. In Hamamatsu finden sich Stammsitze einiger bekannter Instrumentenhersteller, darunter Kawai und Yamaha, es gibt einen hochkarätigen Klavier-Wettbewerb (Hamamatsu International Piano Competition). In Hannover gibt es eine großartige Chorszene, deren mädchenhafter Teil sich gerade auf Japanreise befindet: So schließt sich der Kreis.

Nach zum Teil unruhiger Nacht treffen wir uns um 08:30 Uhr, um gemeinsam die Seien-Mädchenschule zu besuchen, eine von Herrn Kanemoto Seien im 19. Jahrhundert gegründete Privatschule. Wir werden von einem Spalier reizender kleiner Japanerinnen begrüßt und bekommen eine kleine Bühnen-Performance geboten, bevor unsere Mädchen komplett in Kimonos eingekleidet werden. Was für ein besonderer Charme entfaltet sich da!

In "voller Montur" geht es weiter zum Empfang beim Bürgermeister. Dieser berichtet, wie glücklich er ist, den Mädchenchor zu Gast zu haben (er selbst war im vergangenen Jahr in Hannover). Sie seien die erste deutsche Gruppe, die nach Hamamatsu gekommen sei. Unsere Kimono-Mädchen bedanken sich mit Mendelssohn - da bleibt kein…. Smartphone ungezückt!

Inzwischen verschaffen sich nicht nur die Kehlen, sondern auch die Mägen Gehör und los geht es zum Mittagessen. In einem von unseren Gastgebern ausgesuchten Hotel können wir vom Buffet auch mit eher westlicher Nahrung unsere Hunger stillen - da werden alle Teller gut behäuft.

Am Nachmittag findet dann eine Probe in der Konzerthalle der ACT-City für das abendliche Konzert statt. Man hört den Mädchen die Strapazen einer langen Reise wirklich nicht an, ihre Darbietung ist wunderbar. Komplettiert wird die Probe durch ein gemeinsames Lied mit mehreren Jugendchören der Stadt; dies soll auch krönender Abschluss des abendlichen Konzertes sein. Und das wird richtig gut. Wir hörten im Vorfeld, dass es in Japan nicht üblich sei, mehrere Zugaben mit Applaus zu erbitten, doch erleben wir in der gut besuchten Konzerthalle etwas anderes: Bravorufe und nicht endender Beifall belohnen die Mädchen für ihre gute Arbeit.

Und danach? Partytime! Es gibt ein "Come Together" mit kalt-warmem Buffet, garniert mit Reden und gegenseitigen Danksagungen, Photos und Gesprächen mit Händen und Füßen oder Dolmetscher. Nach und nach werden die Mädchen von ihren Gasteltern abgeholt, der Saal leert sich und die diversen Betten füllen sich, von und mit zufriedenen Menschen.

Morgen brechen wir die Zelte in Hamamatsu ab und fahren nach Ichinomiya. 

Weitere Informationen unter:

www.maedchenchor-hannover.de