Zwischen der barocken Pracht der Galerie und der mächtigen Video-Präsenz schafft Charrière einen Raum, in dem Bild, Ton, Licht und Rhythmus zu einer künstlerischen Einheit werden und eine soghafte Wirkung entfalten.
„An Invitation to Disappear“, gedreht in Südostasien, simuliert einen ungewöhnlichen Rave inmitten einer Monokultur-Palmölplantage. Eine Kamerafahrt durch endlos viele Reihen von Palmen wird untermalt von hypnotisierenden Naturgeräuschen und Techno-Beats, die gemeinsam mit dem britischen DJ und Produzenten Ed Davenport aka Inland entwickelt wurden. Nebel, blinkende Stroboskope und überwältigende Klänge verwandeln den Palmenhain in eine Art „melancholische Partyzone“, in der die Abwesenheit von Menschen diese Stimmung noch verstärkt.
Der Film reagiert auf den historischen Vulkanausbruch in Indonesien, der die Welt 1816 in Dunkelheit und Wetterextreme stürzte – eine Klimakrise, die in Europa als „Jahr ohne Sommer“ in Erinnerung geblieben ist.
Am Premierenabend von „An Invitation to Disappear“ sorgt der Komponist der Filmmusik, Inland,
im Anschluss auf dem historischen Orangenplatz der Herrenhäuser Gärten für eine tanzbare Verbindung von visueller Kunst, Techno und House.