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Julia Wolff: Referenz und Resonanz

Malereien und Installationen von Julia Wolff sind vom 16. Oktober bis zum 15. November im Kunstraum j3fm zu sehen.

 Julia Wolff: Referenz und Resonanz

Felle als Träger von Bildwelten

Im Sinne einer fürsorglichen ästhetischen Praxis verarbeitet Julia Wolff Reste von Tierfellen, deren Innenseite sie anstelle von Leinwänden bemalt. Im Fokus ihrer Arbeit steht ein behutsamer Umgang mit dem Material, ohne es gänzlich zu vereinnahmen. Es entscheidet maßgeblich über Form, Komposition und Detailgrad der Malereien und behält auf seiner Außenseite die individuelle Geschichte seines tierlichen Ursprungs.

Die über dreißig eigens für die Ausstellung bei j3fm angefertigten Einzelarbeiten verbinden sich in einer raumgreifenden Installation und brechen mit der Tradition rechteckiger Rahmung. Die gezeigten Felle werden zum Träger von Bildwelten aus Popkultur und Kunstgeschichte. So entsteht eine Geschichte, die sich aus Versatzstücken bestehender Erzählungen zusammensetzt.

Motive der Kunstgeschichte

Die Ausstellung lädt ein, Fragmente bekannter und weniger bekannter Motive der Kunstgeschichte wiederzuerkennen. Das können Seherfahrungen sein, die wir uns zu eigen gemacht haben, oder von denen wir uns lieber abgrenzen. So werden wir eingeladen zu fragen, welchen Stellenwert Bilder in unserem kulturellen Gedächtnis haben. Brauchen wir Vorwissen, und wenn ja, wie viel davon, um Teile unserer eigenen Biographie in ihnen wiederzuerkennen? 

Julia Wolff 

Julia Wolff studierte Germanistik und Geschichte an der Leibniz-Universität und begann 2022 ein Zweitstudium an der Hochschule Hannover mit dem Schwerpunkt Experimentelle Gestaltung, das sie Anfang nächsten Jahres abschließen wird. Neben ihrem Studium arbeitet sie in der Kunstvermittlung.

Termine

17.10.2026 bis 15.11.2026 ab 18:00 bis 19:30 Uhr
freitags

17.10.2026 bis 15.11.2026 ab 14:00 bis 16:00 Uhr
sonntags

Ort

kunstraum j3fm
Kollenrodtstraße 58
30163 Hannover

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt

Vernissage 16. Oktober, 19 Uhr
Einführung: Ralf Lohe
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