Die in Los Angeles lebende, interdisziplinär arbeitende Künstlerin hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine einzigartige lyrisch-visuelle sowie politisch relevante Arbeitsweise an der Schnittstelle von Independant Film und Bildender Kunst entwickelt. Neben Filmen produziert sie Zeichnungen, Skulpturen, Textobjekte, Assemblagen und performative Prozessionen, die sie in vielschichtigen Installationen zusammenführt. Utopische Entwürfe von Gemeinschaft und Gemeinschaftsbildung sowie aktualisierende Befragungen ökologischer Ausbeutung, Extraktivismus und identitätsbildender Prozesse der Schwarzen Diaspora bilden zentrale inhaltliche Bezugspunkte ihrer vornehmlich filmischen Erzählungen.
The Volcano Manifesto
Unter dem Titel „The Volcano Manifesto“ wird Cauleen Smith die gesamten Räumlichkeiten der Kestner Gesellschaft bespielen. Der Titel geht zurück auf ihre drei filmischen Arbeiten: „My Caldera“ (2022) „Mines to Caves“ (2023) un „The Deep West Assembly“ (2024), die im Zusammenspiel komplexe Meditationen über geologische und filmische Zeit, über den Abgrund von Vulkanen und dem Schoß vom Minen und Höhlen eröffnen. Ausgehend von dieser Trilogie haben Besuchende die einmalige Gelegenheit Smiths Arbeiten der letzten zehn Jahre kennenzulernen: darunter raumgreifende Videoinstallationen, neue Textilarbeiten, ein Fassadenprojekt, Zeichnungen und ein Raum für kollektiven Austausch und Reflexion.
Die Ausstellung wird von Eva Birkenstock, Direktorin der Kestner Gesellschaft, kuratiert in Assistenz von Emilia Radmacher.
Cauleen Smith
Cauleen Smith (geb. 1967 in Riverside, Kalifornien) lebt in Los Angeles, wo sie als Professorin für Bildende Kunst am California Institute of the Arts (CalArts) tätig ist. Ihre Arbeiten wurden international bereits in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen (außerhalb Deutschlands) präsentiert. Derzeit ist ihre Videoarbeit „Sojourner“ Teil der Ausstellung „Utopia. Recht auf Hoffnung“ im Kunstmuseum Wolfsburg, die bis zum 11. Januar 2026 läuft.
Smith erhielt zahlreiche Auszeichnungen und ihre Arbeiten sind in vielen internationalen Sammlungen vertreten.