Kestner Gesellschaft

Karimah Ashadu: Crystalline

Vom 29. August bis zum 15. November präsentiert die Kestner Gesellschaft „Crystalline“ die erste institutionelle Einzelausstellung der im Vereinigten Königreich geborenen, nigerianischen Künstlerin und Filmemacherin Karimah Ashadu in Deutschland.

Bringt seit über 100 Jahren internationale Kunst nach Hannover: die Kestner Gesellschaft

„Crystalline“ ist die erste institutionelle Einzelausstellung von Karimah Ashadu in Deutschland. Ihre Ausbildung als Malerin bestimmt bis heute ihren Blick: In Filmen, Skulpturen und Fotografien trifft ein Sinn für Farbe und Komposition auf die bewegliche, flüchtige Dynamik ihrer Kamera. Ashadu ist zwischen dem Vereinigten Königreich und Nigeria aufgewachsen, und diese doppelte Verortung trägt ihr cineastisches Werk. Ihre Themen sind urbane Subkulturen, alltägliche Arbeit und informelle Ökonomien im sozioökonomischen und kulturellen Kontext Nigerias und seiner Diaspora, den sie in Dialog mit Hannover und Hamburg setzt. Bekannt wurde sie einem größeren Publikum bei der 60. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia (2024), wo sie mit dem Silbernen Löwen als vielversprechende junge Teilnehmerin ausgezeichnet wurde.

Weltpremiere: Films „Waves“ (2026)

Im Zentrum steht die Weltpremiere des eigens für die Kestner Gesellschaft ko-produzierten Films „Waves“ (2026), ergänzt um neue Fotografien, eine Skulptur sowie die ältere Videoarbeit Cowboy (2022). „Waves“ zeigt den Arbeitsalltag einer improvisierten Autowaschanlage in Lagos, betrieben von jungen Männern, die politische Konflikte aus dem Norden Nigerias vertrieben haben. Der Ort liegt eingezwängt zwischen dem Meer und der rasanten Expansion des Stadtteils Oniru, wo Wasserflächen aufgeschüttet werden, um Platz für Luxushochhäuser zu schaffen. Ashadu verknüpft darin Erfahrungen von Entwurzelung und Verdrängung mit der Inszenierung von Männlichkeit und der Verletzlichkeit einer prekären Arbeiterklasse. Wasser ist hier Arbeitsmittel und knappes Gut zugleich – und der Atlantik, an dem gewaschen wird, bleibt der Ozean der kolonialen Handelswege.

Karimah Ashadu

Karimah Ashadu (geb. 1985, lebt in Hamburg, GER) studierte von 2007 bis 2016 an der University of Reading School of Arts and Communication, Berkshire; am Chelsea College of Art and Design, London; und am De Ateliers, Amsterdam. 2026 ist sie mit einer Einzelausstellung in der Kestner Gesellschaft vertreten. Im selben Jahr wird die Ausstellung, die zuvor im Camden Art Centre in London (2025) gezeigt wurde, auch in der Renaissance Society at the University of Chicago präsentiert. 

Termine

29.08.2026 bis 15.11.2026 ab 11:00 bis 18:00 Uhr
dienstags mittwochs freitags samstags sonntags

29.08.2026 bis 15.11.2026 ab 11:00 bis 20:00 Uhr
donnerstags

28.08.2026 ab 19:00 Uhr

Ort

Kestner Gesellschaft
Goseriede 11
30159 Hannover

Die Ausstellung wird am Freitag, 28. August 2026, um 19 Uhr eröffnet
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