Die Ausstellung „Piraten zwischen Nordsee und Karibik“ im Landesmuseum Hannover, die vom 27. November bis zum 2. Mai 2027 läuft, hinterfragt gängige Mythen und beleuchtet Piraterie als historisches und gesellschaftliches Phänomen.
Pieter Mulier, Schiffe in stürmischer See, um 1650 (?), Schenkung aus dem Nachlass Fritz Beckmann
Worum geht es in der Ausstellung im Landesmuseum Hannover?
Piraten gibt es, seit Menschen Waren über das Meer transportieren. Aber hatten sie wirklich Augenklappe, Holzbein und Schatzkarte in der Hand? Die Ausstellung lädt dazu ein, hinter den Mythos zu blicken und die Wahrheit über Piraten und Piratinnen (!) zu erfahren – wissenschaftlich fundiert, überraschend und näher an unserer Gegenwart, als man denkt.
Hochkarätige Leihgaben, die teils erstmals in Deutschland zu sehen sind, lassen die Welt der Piraten lebendig werden. Sie erzählen von Überfällen, Alltagsleben an Bord, Gewalt, Reichtum und dem ständigen Risiko, selbst zur Beute zu werden. Gleichzeitig zeugen sie vom Einfluss der Piraterie auf gesamtgesellschaftliche Entwicklungen: Piraten beschleunigten den Transfer von Technologien und Ideen und prägten so die frühe Globalisierung.
Und der „Piratenkodex“, der das Leben an Bord der Schiffe regelte, gilt manchen sogar als Keimzelle moderner demokratischer Prinzipien. So wird verständlich, warum das vermeintlich freie Leben jenseits der etablierten Ordnung bis heute fasziniert – und warum die Bewertung, ob Piraten Kriminelle oder rebellische Helden waren, ganz im Auge des Betrachtenden liegt.
Termine
27.11.2026 bis 30.12.2026 ab 10:00 bis 18:00 Uhr
dienstags mittwochs donnerstags freitags samstags sonntags
01.01.2027 ab 13:00 bis 18:00 Uhr
02.01.2027 bis 02.05.2027 ab 10:00 bis 18:00 Uhr
dienstags mittwochs donnerstags freitags samstags sonntags