Mit einer großen Jubiläumsgala feiert die Staatsoper und das Staatsballett Hannover in Kooperation mit der Ballett Gesellschaft Hannover das 40-jährige Bestehen des internationalen Wettbewerbs für Choreographie Hannover – weltweit einer der langlebigsten und renommiertesten Wettbewerbe des choreographischen Nachwuchses. Rund 500 Bewerbungen aus nahezu 60 Nationen unterstreichen Jahr für Jahr die Strahlkraft dieses Formats. Viele der einstigen Preisträger:innen prägen heute maßgeblich die internationale Tanzlandschaft. Die Jubiläumsgala vereint nun aktuelle Arbeiten dieser prägenden Stimmen zu einem ebenso vielfältigen wie hochkarätigen Programm.
So ist unter anderem eine Choreografie von Marcos Morau zu erleben, Artistic Director von La Veronal in Barcelona und jüngst als „Choreograph des Jahres“ ausgezeichnet. Mit Millenials für die MiR Dance Company Gelsenkirchen steht seine unverwechselbare, bildmächtige Handschrift für eine ebenso präzise wie poetische Auseinandersetzung mit Gegenwartsthemen.
Edward Clug, Artist in Residence beim Ballett Dortmund und Direktor des Ballet Maribor, präsentiert mit einem Ausschnitt aus Radio&Juliet eine seiner international erfolgreichsten Arbeiten. Das hannoversche Publikum konnte ihn in der vergangenen Spielzeit mit Peer Gynt erleben.
Weitere renommierte Preisträger:innen gestalten den Abend:
- Stephan Thoss (Preisträger 1990), heute Ballettintendant am Nationaltheater Mannheim, mit Shakespeare & Love
- Gregor Zöllig (Preisträger 1996), Ballettdirektor des Staatstheaters Braunschweig, mit Das Rauschen der Stadt
- Honji Wang & Sébastien Ramirez (Preisträger 2012) mit A l’Origine für WangRamirezDance Paris
- Eyal Dadon (Preisträger 2015) mit Shuv für Tanz Kassel
- Sofia Nappi (Preisträgerin 2021), Artistic Director von KOMOCO Florenz, mit The Fridas
- Tu Hoang (Preisträger 2020 & 2023) mit A Thousand Steps to Silence für Of Curious Nature Bremen
Als Gastgeber des Abends darf selbstverständlich auch Goyo Montero nicht fehlen. Der Ballettdirektor der Staatsoper Hannover steuert mit It’s allright, Ma eine eigene Arbeit bei und setzt damit einen kraftvollen Akzent im Spannungsfeld zwischen klassischer Form und zeitgenössischer Ausdruckskraft.
Die Gala versteht sich nicht nur als festlicher Rückblick, sondern als lebendiger Beweis für die nachhaltige Wirkung des Wettbewerbs: Hier begegnen sich unterschiedliche Ästhetiken, Generationen und kulturelle Hintergründe – vereint durch die gemeinsame Geschichte eines Wettbewerbs, der seit vier Jahrzehnten Karrieren ermöglicht, künstlerische Handschriften sichtbar macht und Hannover dauerhaft auf der internationalen Tanzlandkarte verankert hat.