Bühnen

Fremd

Stephan Kimmig nimmt sich Michel Friedmans außergewöhnlichen Textes an und bringt ihn im Schauspielhaus mit einem vierköpfigen Ensemble erstmals auf die Bühne.

Max Landgrebe, Christine Grant, Alban Mondschein und Stella Hilb

„Irgendwo im Nirgendwo lebe ich. / Ein Zuhause? / Eine Heimat? / Was verstehen Sie darunter? / Welchen Preis zahlen Sie dafür?“ Es ist ein Kind, das hier spricht. Die Welt, in der es lebt, ist ihm fremd, manchmal ist es sich sogar selbst fremd. In Frankreich ist es geboren. In den Sechzigerjahren ist es nach Deutschland immigriert. Die Familie überlebte die Shoah, und nun soll das Kind leben – nur wie?

Berührend und poetisch verleiht Michel Friedman den Gedemütigten und Ausgegrenzten eine Stimme. Exemplarisch greift er ein Menschenschicksal heraus, durchläuft dessen Biografie und schafft einen Text über eine Welt, in der das Fremdsein Alltag ist und das Leben darin als gefährlich empfunden wird. Es geht um Angst genauso wie um Liebe, um Einsamkeit genauso wie um die Hoffnung, sie zu überwinden. Es ist ein Plädoyer für die Differenz und gegen die Unmenschlichkeit. Und das Kind? „Das Kind – es lebt.“

Termine

22.02.2024 ab 19:30 bis 21:10 Uhr

10.03.2024 ab 17:00 bis 18:40 Uhr

21.03.2024 ab 19:30 bis 21:10 Uhr

Ort

Schauspielhaus
Prinzenstraße 9
30159 Hannover

Regulär

16,50-53,50 €

Ermäßigt

ab 5 €

Preise ggf. zzgl. Gebühren
Uraufführung