Bühnen

Schwindel

Bei der Programmvorstellung wusste noch niemand, was genau im Schauspielhaus Hannover passiert – ein Themenabend über Schwindel wird es aber nicht.

Das Schauspiel Hannover kündigte diese Premiere mit folgenden Worten an:

„Haben Sie schon mal einen Satz sehr oft gelesen und dann plötzlich eine neue Bedeutung darin entdeckt? Oder haben unzählige Male im Alltag dasselbe Bild angeschaut und plötzlich etwas Neues gesehen und sich gefragt: Wieso ist mir das noch nie aufgefallen? Die einzigartigen, lustvollen und urkomischen Theaterarbeiten von Herbert Fritsch leben oft von Wiederholung. Da wiederholen die Körper Abläufe, bis sie durchdrehen, wie die schwindelfreien Derwische. Da drehen sich Sätze im Kreis und klingen wie Musik. Da verschwindet der Sinn, taucht im nächsten Moment ganz neu wieder auf und lässt einen überrascht losprusten. Manchmal muss einem vielleicht erst schwindelig werden, für festen Boden unter den Füßen, und manchmal, da entdeckt man im Schwindel eine neue Wahrheit.

Wenn dieses Heft gedruckt wird, dann weiß noch niemand, was später auf der Bühne passiert. (Ein Themenabend über Schwindel wird es aber nicht.) Der Titel ist bei Herbert Fritsch ein Impuls. Ein Impuls, auf die Bühne zu gehen und zu handeln und zu sprechen. Denn immerhin ist das Schwindeln im Theater sowas wie unser Berufsbild. Entscheidend aber ist die Lust. Entscheidend ist die Freude. Denn: „It don’t mean a thing, if it ain’t got that swing.“

Regie

Herbert Fritsch war lange Schauspieler, bevor er die Seiten wechselte und als Regisseur seine unnachahmliche Art von Theater entwickelte. Seitdem hat er im ganzen deutschsprachigen Raum inszeniert: Eigene Kreationen, Opern, klassische Dramen und auch mal einen Text, der nur aus einem einzigen, sich wiederholenden Wort besteht. Parallel arbeitet Herbert Fritsch als Medienkünstler im Bereich Foto- und Videotechnik und zeigte Ausstellungen in Deutschland und der Schweiz. Mit seinen stilprägenden Theaterarbeiten war er bereits sieben Mal zum Berliner Theatertreffen eingeladen und wurde für seine Verdienste um das deutschsprachige Theater mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet.“

Termine

29.05.2026 ab 19:30 Uhr

07.06.2026 ab 17:00 Uhr

16.06.2026 ab 19:30 Uhr

27.06.2026 ab 19:30 Uhr

Ort

Schauspielhaus
Prinzenstraße 9
30159 Hannover

Regulär

17,50-54,50 €

Ermäßigt

ab 5 €

Preise ggf. zzgl. Gebühren
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