Mit Sensoren werden Bewegungen gemessen und in Klänge umgewandelt. Die Performenden tanzen nicht nur, sondern erschaffen dabei auch Musik. Ihre Bewegungen formen und verändern die Klänge direkt, während sie tanzen. Tanz wird so zu Musik, und Musik wird zu einer Art Tanz.
Das Kollektiv mis lädt in der ca. 40-minütigen Performance dazu ein, sich gemeinsam der Verklanglichung von Bewegungen anzunähern. Die Bewegungen und Modalitäten der Klanggestaltung sind zunächst sehr einfach. Das Erklingen eines Tones wird mit der Information verknüpft, dass sich die tanzende Person bewegt. Stoppt die Person ihre Bewegung, so stoppt auch der Ton. Nach und nach wird ein „Vokabular” kennengelernt, das im Verlauf des Stückes komplexer wird. Neben der Vorstellung des Somi-1-Kits – dem Tool, mit dem mis arbeitet – erforscht die Performance, wie Audiodeskription als ein weiterer Versuch, Tanz hörbar zu machen, künstlerisch eingesetzt werden kann. Zudem wird mit Visuals gearbeitet, die auch durch Bewegungen ausgelöst und von oben mittig auf den Tanzboden projiziert werden.
Normalerweise schauen wir Tanz an. Doch dieses Projekt fragt: Wie wird Tanz hörbar? Diese Verknüpfung schafft neue Möglichkeiten, Tanz auf eine andere Weise zu erleben. So will mis zeigen, dass Tanz nicht nur etwas für die Augen ist, sondern auch für die Ohren. "Motion in Sound" versteht sich über die Aufführung hinweg als ein fortlaufendes Forschungs- und Gemeinschaftsprojekt. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Austausch über die Wahrnehmung und das Erleben von Tanz. "mis" setzt sich für eine inklusive, interdisziplinäre Kunstpraxis ein, die sinnliche und soziale Barrieren hinterfragt.
Nach der Aufführung am 25. April findet ein Nachgespräch statt.
Weitere Informationen zum Festivalprogramm finden Interessierte auf der Internetseite des Best OFF Festivals.