Feste & Festivals

35 Jahre Faust – Access All Areas Festival

Das Kulturzentrum Faust wird 35 Jahre alt und feiert am 12. September das Jubiläum mit einem Festival, das seinem Namen alle Ehre macht: AAA öffnet das schönste umgenutzte Fabrik-Gelände der Stadt – Access All Areas für alle.

Kulturzentrum Faust

Einen Tag lang wird die Faust zu einem Festival-Gelände: Konzerte, Performances, Kulturprogramm und Party in allen Locations treffen auf Lichtinstallationen, Food und Drinks und eine lebendige Gemeinschaft. Die Vereine öffnen ihre Türen auf dem Gelände und laden ein, hinter die Kulissen zu schauen – in Räume und Projekte, die das Faust-Gelände seit Jahrzehnten zu dem machen, was es ist.

Access All Areas ist mehr als ein Geburtstagsfest. Es ist eine Einladung, zurückzublicken auf 35 Jahre gelebte freie Kultur, innezuhalten im Jetzt – und gemeinsam zu fragen, wie es weitergeht. Für alle, die die Faust kennen und lieben. Und für alle, die sie noch kennenlernen wollen.

Konzerte

Culk

Culk sind zurück. Und wieder versucht die Wiener Band auf ihre ganz eigene Weise, unsere Gegenwart in all ihren Ambivalenzen einzukreisen. Wie fühlt es sich an, heute als Mensch in dieser Welt mit den grenzenlosen Möglichkeiten, den Existenz- und Zukunftsängsten, Sinnsuchen und Identitätsfragen? Auf ihrem neuen, vierten Album tauchen Culk in einen Schwebezustand zwischen Euphorie und Überforderung. “Smogstar“ erzählt von dem pulsierenden Gefühl im Dazwischen. Alles so aufregend. Alles zu viel. Alles zugleich.

Dogshow

Dogshow sind zwei Brüder, die als Pudel verkleidet durch die astralen Sphären der Dance-Musik streifen. Die beiden Hunde-Brüder mit Leib und Seele haben es sich zur Mission gemacht, das ultimative Party-Erlebnis zu schaffen, indem sie Live-Techno und Rave mit echten Instrumenten verschmelzen. Mitten im Publikum, auf ihrem batteriebetriebenen “Dog Trolley”, zelebrieren sie ein animalisches Ritual: das “Anheulen des Mondes“.

Juli Glide

Schneestürme, Achterbahnen, Dinosaurier: Indie-Musikerin Juli Gilde schreibt Songs, die zart und laut, bunt und verblüffend, lyrisch oder launisch sind. Mit Vorbildern wie Phoebe Bridgers, Wir sind Helden und Adrianne Lenker schimmert ihre Musik in unterschiedlichsten Farben und Kulissen, trifft aber immer mitten ins Herz und verzaubert Zuhörende zum Beispiel mit ihrem unlängst erschienenen Debüt-Album “It’s hard to be a blizzard”.

Linski

Linski ist Sängerin, Songwriterin und Performance-Künstlerin aus Hannover. In ihrer Musik trifft moderner Pop auf Soul, Triphop und ehrliche Texte über Heilung, Empowerment und Weiblichkeit. Im Februar 2026 veröffentlichte sie ihre erste Live-Session. Mit ihrer warmen, rauchigen Stimme schafft sie einen Sound, der gleichermaßen berührt und beflügelt. Ihre Songs sind alle selbst geschrieben – direkt aus dem Leben einer Rock’n’Roll-Soul, roh, emotional und echt.

Liser

Die Kölner Newcomerin hat in ihrer Diskographie klassische Rap-Songs, Balladen, Synthie-Pop-Banger und Drum‘n‘Bass-Songs. Lisers Rap und Gesang gehen flüssig ineinander über, für Popsong-Strukturen ist keine Zeit – wenn in der Schlange an der Gefühlskasse schon geschubst wird, dann muss einfach alles raus.

The Guilt

The Guilt ist Riot-Grrrl-Elektropunk aus Malmö, Schweden. An der Spitze der Band steht Emma Anitchka am Gesang, den Maschinen und dem Messer. Im Jahr 2022 kam Gitarristin und Bassistin Lizzy dazu. Keine 80s-Wave-Disco – nenn es Electroclash, Body-Punk, whatever. Hier ein Erklärungsversuch für die Presse: The Guilt sind musikalisches “Anger Management” auf der Tanzfläche.

The Pill

Diese Band weiß genau, was sie nicht will und haut es allen direkt ins Gesicht. Es spielt auch keine Rolle, wer vor ihnen steht. Die Female-Band mit Wohnsitz in Berlin, Los Angeles und Tokio ist irgendwo gestrandet und trifft zufällig Musiker von Superfan, The Monochords und Coach. Alles andere ist Punk!

Vandalisbin

Vandalisbin macht Musik, die nicht fragt, ob sie reinpasst – sie nimmt sich Raum. Zwischen Soul, Indie-Rock und poetischem, queerem Pop entsteht ein Sound, der ebenso verletzlich wie kämpferisch ist. Auf der Bühne wird das spürbar: Bei Festivals wie dem c/o pop, Oben Ohne oder Kiezkultur, oder als Support für Acts wie Fuffifuffzich zeigt sich – hier wird nicht gespielt, hier wird gebrannt. Mit einer Stimme, die an Rio Reiser, Chappell Roan oder Faber erinnert und direkt unter die Haut geht.

Linski

Permance

Drag Sparks Joy

Durch Drag Sparks Joy bekommt das Publikum Drag-Artists zu sehen, die mit schillernden Kostümen und fulminanten Performances gängige Gender-Normen aufbrechen und diese für sich wieder neu zusammensetzen. Natürlich wird es herzzerreißende und verführerische Momente geben, bei denen es uns allen nicht nur warm ums Herz wird. Aber Drag war, ist und wird auch immer politisch sein – also bekommen auch ernste und wütende Themen hier ihren Platz. Die Shows sind für alle gedacht, die Bock auf neuen Input haben. Also kommt vorbei und lasst Euch verzaubern!

Duo Glänz

Eine deutsch-polnische Kooperation zwischen Tanz, Body-Percussion und Projektion: Das Kollektiv Glänz, bestehend aus dem Body-Percussionisten, Schlagzeuger und Beatboxer Christian Herrmann und der Tänzerin und Choreografin Dagmar Ottmann, gemeinsam mit dem Medienkünstler Kacper Mutke vom tajny_projekt aus Katowice performt die interdisziplinäre Installation “Interference”. Einen Tag lang verwandelt sich der Tanzraum Faust in einen Resonanzraum, in dem Bewegung, Klang und Licht in Beziehung treten. Außerhalb der Auftrittszeit wird der Raum zur offenen Installation: Wer will, wird selbst Teil des Systems – der Raum lädt zum eigenen Erkunden und Ausprobieren ein, ein multisensorisches Experiment zwischen Raum und Körper.

Groove Circle

Der Body-Percussionist, Schlagzeuger, Beatboxer und Loopstation-Artist Christian Herrmann lädt im Biergarten Gretchen zum gemeinsamen Groove Circle ein: Nur mit Körper und Stimme entsteht eine gemeinsame Rhythmus-Party, mal nach festen Patterns, mal frei improvisiert. Jede*r kann mitmachen, von Jung bis Alt, keine Vorerfahrung nötig. Kommt vorbei, klatscht, stampft, beatboxt mit und lasst den Biergarten zur Bühne werden.

Mambo Juggling Duo

Das Mambo Juggling-Duo Dania und Tobias zeigt eine klassische Jonglage-Show, verpackt in einen Tanzstil, der die New Yorker Nachtclubs der 1950er-Jahre eroberte: Mambo! Diese Varieté-Nummer ist ein Tanz: Ein Jongleur trifft auf eine Tänzerin – gemeinsam entführen die beiden Artist*innen ihr Publikum in eine Welt voller Rhythmus und Glamour.

Drag Sparks Joy

Kultur

Antonia Josefa

Antonia Josefa ist seit 2021 als Bühnenpoetin auf Veranstaltungen im gesamten deutschsprachigen Raum aktiv. Sie ist amtierende Landesmeisterin von Niedersachsen und Bremen im Poetry Slam. Außerdem ist sie Workshop-Leiterin, Moderatorin und Veranstalterin und initiierte die queerfeministische Lesebühne „Womansplained“ und das Format „Beyond Slam“. Ihre mal ernsten, mal humorvollen Texte sind ehrlich, bewegend, manchmal unbequem, meist politisch und immer explosiv. Ein Satz, den sie von Zuhörenden öfter zu hören bekommt: „Nach Deinem Auftritt habe ich Lust, eine Revolution anzuzetteln.“

Hollow Skai

2026 wird der Punk 50 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums haben Klaus Abelmann, Detlef Max und Hollow Skai zusammen mit dem Grafiker Sebastian Moock das Buch “Hey Ho! Let’s Go! 50 Jahre Punk in Hannover” herausgegeben. Die vier Herausgeber und Autoren schlagen darin den Bogen von 1976 bis 2026. Sie zeigen, dass Punk in all den Jahren nichts von seiner Vitalität und Relevanz verloren hat und warum es noch immer auf die Haltung ankommt. Und nicht zuletzt wird dokumentiert, dass Frauen schon in der Frühzeit des Punk nicht nur ein schmückendes Beiwerk von Bands waren, sondern die Instrumente selbstbestimmt in die Hand nahmen und Mackern und Muckern Paroli boten. Zu ihrer Lesung haben sie als musikalische Gäste die Sängerin Annette Benjamin (ex-Hans-A-Plast und die Die Benjamins) und den Gitarristen David Spoo eingeladen, der einst bei Klischee, den Gay City Rollers und den Abstürzenden Brieftauben gespielt hat. Sebastian Moock wird das Buch live kolorieren. Und zwischendurch interviewen die Herausgeber Annette Benjamin über die Rolle von Frauen im Punk und der aktuellen Rockmusik.

Lensi Schmidt

Lensi Schmidt ist eine Meisterin darin, das sonderbare Verhalten von Männern humorvoll und gleichzeitig kritisch zu beleuchten. Feministisches Empowerment trifft auf eine große Portion Selbstironie. Denn Lensi weiß aus eigener Erfahrung, dass man genau den Dude, den man gerade in die Wüste geschickt hat, am nächsten Tag vielleicht schon wieder daten will. Tipps und Tricks, wie Frauen diesen Spagat meistern, klare Grenzen setzen und trotzdem auf ihre Kosten kommen, liefert Lensi inklusive.

Matti Linke

Matti Linke ist seit 2016 erfolgreich auf den großen Poetry Slam- Bühnen im deutschsprachigen Raum unterwegs. Ursprünglich kommt er aus Celle, doch momentan wohnt er in Hannover und studiert Literaturwissenschaft, Deutsch und Philosophie. Er ist zweifacher Landesmeister im Poetry Slam für Niedersachsen und Bremen. Zusammen mit Theresa Sperling teilt er sich außerdem den Titel in der Team-Disziplin im Poetry Slam 2023. Mit seinem beeindruckenden Repertoire an gesellschaftskritischen und lyrischen Texten gilt Matti seit Jahren als einer der feinsinnigsten, sprachlich versiertesten und performativ stärksten Slammer Niedersachsens.

Roya Soraya

In Deutschland in einer iranisch-deutschen Familie aufgewachsen, fühlt sich Roya der persischen Kultur vertraut und fremd zugleich. Bei Gesprächen am Tisch ihrer iranischen Familie versteht sie kaum ein Wort, obwohl ihr der Klang so vertraut ist. Immer größer wird ihre Sehnsucht, den Iran und damit einen Teil ihrer Wurzeln kennenzulernen. Eines Tages ist es endlich so weit. Gemeinsam mit ihrem Vater begibt Roya sich auf eine Reise durch den Iran und erlebt dort als queere Frau eine intensive Zeit zwischen Faszination und Angst, Schönheit und Unterdrückung – ohne zu ahnen, dass dies die letzte Reise mit ihrem Vater sein wird. Roya Sorayas autobiografische Graphic Novel erzählt von Identitätssuche, dem Leben zwischen zwei Kulturen, von politischer Unterdrückung und der Kraft, die in Erinnerungen liegt.

Lensi Schmidt

Party

Boum, Bohème!

Neuauflage: Elektro Swing kommt sehr gut an, ohne jedoch angekommen zu sein. Auf der Tanzfläche erklingen moderne Spielarten und fast vergessene Originale des Jazz, Swing und Rock’n‘Roll. Fortwährend suchen wir nach innovativen Klängen, Melodien und Rhythmen, und schauen dabei zurück nach vorn. Das Zitat zurückliegender Epochen ist die Zutat für zukunftsweisende Musik, der Rückblick macht Innovation und Fortschritt erst möglich. Die “Boum, Bohème!” hat vergangene Phasen populärer Musik im Ohr und verweist zeitgleich in die Zukunft. Retrospektive? Retro-Spektakel! Retrowumms!!!

Brüste raus – Fresse auf!

Heute knallt’s! Ikkimel, 6euroneunzig, Vicky, SXTN und Co. liefern den Soundtrack, zu dem sich der Floor zurückerobert wird. Heute werden die Ellenbogen ausgepackt und Macker von der Tanzfläche geschickt. Tanzt, wie ihr Euch wohlfühlt und feiert, bis es nicht mehr geht! Diese Party gehört Euch und den sweeten Leuten und geilen Chayas, die Ihr dabeihabt.

Der frühe Vogel ... tanzt am besten

Der frühe Vogel tanzt am besten. Diese Party beginnt schon um 18 Uhr. DJ Jojo mixt für Euch die Hits der 80er mit aktuellen Pop-Sound. Hier treffen zeitlose Künstler*innen und Hymnen aufeinander: Elton John & Dua Lipa, The Weeknd & Whitney Houston, Purple Disco Machine & Depeche Mode, Falco & Paula Carolina, Sabrina Carpenter & Cyndi Lauper, Diana Ross & Lizzo, Wham & Harry Styles und natürlich Queen. Wenn Ihr von dieser Party nach Hause geht, hört Ihr die Nachtigall und nicht die Lerche. Und ganz viele Ohrwürmer…

Linden Lounge

Tanzbare Bass-Musik für nachtaktive Eichhörnchen. Mit der Lindener House Mafia. Die Linden Lounge ist zurück bei Faust! Wie früher präsentieren sie Euch fiese Deep-House-Musik, üble Dubstep-Eskapaden und den ein oder andern Rap-Track. Getreu dem Motto “A DJ is not a Musicbox” werden an diesem Abend von der Lindener House Mafia (Yippiee) keine Musikwünsche erfüllt und wir haben auch kein Herri. PS: Nein, wir können nicht schneller oder härter spielen.

Linden Love

Blick in die Vergangenheit: Linden Love ist, was es ist, immer gut gefüllt, Musik quer durch den Garten des guten Geschmacks, immer Anne, Kid Cut & Lunatic an den Tellern und Kiatone am Videomischer! Manchmal haben wir auch noch tolle Extras, lasst Euch überraschen! Gespielt wird: Rap, Pop, Rock, Reggae, Funk & Soul, Breaks und vieles mehr.

Lost in Bass

Lost in Bass wird neu erfunden und findet zu unserem Jubiläum als Open Air statt – mit einem neuem Konzept, wechselnden Sounds und jeder Menge Bouncy Groovy Energy. Jede Party bewegt sich durch unterschiedliche elektronische Genres. Mal housiger, mal breakiger, mal garage-lastig, mal irgendwo dazwischen. Mal verspielt, mal treibend, mal überraschend. Aber immer mit Fokus auf den Dancefloor. Hinter den Decks stehen ausschließlich FLINTA*-DJs. Wir möchten Artists eine Bühne geben, die in der Club-Landschaft noch immer deutlich unterrepräsentiert sind. Lost in Bass versteht sich als Raum für Sichtbarkeit und Vernetzung.

Maximal

Von 2007 bis 2012 war Maximal mehr als eine Party. Es war ein Versprechen: keine Grenzen, keine Schubladen, maximale musikalische Freiheit und volle Eskalation. Während sich elektronische Musik immer weiter in Szenen und Genres aufteilte, brachte Maximal zusammen, was zusammengehörte: Rave, House, Techno, Electro-Clash, Indi-Dance, Disco, Bass, globale Club-Musik und alles dazwischen. 2026 kommt die Maximal Gang mit den DJs Infone, Rowe, Jizzo sowie Costa für eine Nacht zurück. Keine Reunion aus Nostalgie. Sondern ein Wiedersehen mit dem, was Maximal immer war: Musik. Menschen. Maximale Energie.

Linden Love

Termine

12.09.2026 ab 15:00 Uhr

Ort

Kulturzentrum Faust
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

Vorverkauf

30 €

Preise ggf. zzgl- Gebühren.
Einlass 14 Uhr.
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