Im Fokus einer Blauen Stunde steht ein Kunstwerk des Sprengel Museums, dessen Thematik in den gespielten Werken und in Textlesungen musikalisch und literarisch reflektiert wird. Die Tickets berechtigen zwei Stunden vor Konzertbeginn zum freien Eintritt ins Sprengel Museum. Die Reihe Blaue Stunde ist eine Kooperation von NDR Radiophilharmonie und NDR Kultur mit dem Sprengel Museum Hannover.
Dass Töne aus Wellen bestehen, wissen wir aus dem Physikunterricht. Aber kann man Wellenbewegung auch in Musik darstellen? Versucht wurde das schon oft, im Barock wie in der Romantik. Einer der faszinierendsten Beiträge aus neuerer Zeit stammt von John Adams: "Shaker Loops". Sieben Mitglieder aus der Streichersektion der NDR Radiophilharmonie tun sich nun zusammen, um das anspruchsvolle Werk im Rahmen der Blauen Stunde zu präsentieren. Außerdem steht ein außergewöhnliches Werk des Minimal-Music-Komponisten Philip Glass auf dem Programm: sein lyrisch fließendes, geradezu romantisch anmutendes Streichquartett Nr. 2.
Interpreten
So Young Lee Violine
Frank Wedekind Violine
Catherine Myerscough Violine
François Lefèvre Viola
Sebastian Maas Violoncello
Jan Hendrik Rübel Violoncello
Rüdiger Ludwig Kontrabass
Sonja Beißwenger Textlesungen
Programm
John Adams
"Shaker Loops" für Streichseptett
Philip Glass
Streichquartett Nr. 2 "Company"
Wer Musik für die exquisite Kombination aus Flöte, Bratsche und Kontrabass schreibt, sollte Klangfantasie mitbringen - und Sinn für Humor. So wie vor 100 Jahren Erwin Schulhoff, einer der innovativsten Komponisten seiner Generation, und kürzlich ebenso der britische Jazz-Flötist und Saxofonist Mike Mower. Ihren Stücken hört man an, wie viel Spaß ihnen das Experimentieren gemacht hat.
Interpreten
Christoph Renz Flöte und Piccolo
Upendo Mascarenhas Viola
Georg Elsas Kontrabass
Sonja Beißwenger Textlesungen
Programm
Erwin Schulhoff
Concertino für Flöte, Viola und Kontrabass
Mike Mower
"Snacks for a Skeleton Orchestra"
Suite für Piccolo, Viola und Kontrabass
Ein Acker in Lothringen und ein Kriegsgefangenenlager bei Görlitz waren die Premierenorte eines der ikonischen Werke der Moderne, Olivier Messiaens "Quatuor pour la fin du temps", komponiert 1941. Der französische Komponist hatte es für drei seiner Schicksalsgenossen und sich selbst geschrieben – daher die ungewöhnliche Besetzung.
Interpreten
Susanne Geuer Klarinette
Bartosz Zachlod Violine
Amanda Anderson Violoncello
Florian von Radowitz Klavier
Programm
Olivier Messiaen
Quatuor pour la fin du temps
("Quartett für das Ende der Zeit")