Eine kleine Oase in der Stadt: Vier Konzerte an einem Ort, an dem Menschen jeden Alters zusammenkommen und unter freiem Himmel verschiedene Musikrichtungen ohne strenge Konzertregeln genießen können. Gerne Sitzgelegenheit und Picknicktasche mitbringen!
Samstag 13.6.
16 Uhr Picknick-Konzert mit dem Flex Ensemble. Kammermusikalische Leckerbissen von Gabriel Fauré, Frank Bridge, Maurice Ravel, Paul Frehner, Libby Larsen und Caroline Shaw, serviert mit kurzen Moderationen vom Flex Ensemble.
17.30 – 19.00 DJ-Set mit STOFF (Feinkost Lampe)
Sommerliche Klänge aus der Plattenkiste zwischen Bar und Lounge-Ecken verwandeln den Hof auch zwischen den Konzerten in eine Oase zum lauschigen Floaten.
19.30 Uhr Dämmerungskonzert „Cosmic Calendar“
Die Pianistin und Komponistin Marina Baranova präsentiert ein tiefgründiges Programm, das Wissenschaft, Philosophie und Emotion verbindet. In zwölf klanglich eindrucksvollen Miniaturen zeichnet sie die Entstehungsgeschichte des Universums nach – vom Urknall bis zum Jetzt – und schlägt zugleich eine Brücke zur Entwicklung des Menschen. Ihre Musik wird hier zum Medium universeller Verbundenheit und ergänzt sich mit dem feinen, intuitiven Zusammenspiel der Flex-Musikerinnen. So entsteht ein vielschichtiges Klanguniversum, das Intellekt und Intuition gleichermaßen anspricht und dem Publikum Raum für Reflexion, Staunen und Mitfühlen bietet.
Anschließend DJ-Set mit STOFF (Feinkost Lampe) mit Tanzbarem zwischen Klassik und Klub.
Sonntag 14.6.
11 Uhr Familienkonzert „Es war einmal ... und wie geht es weiter?!“
Es waren einmal: Vier Elemente. Ein verzaubertes Schloss. Eine Müllhalde, ein böser Zauberer, ein sprechendes Beuteltier. Rotkäppchen, Hänsel und Dornröschen, ein Strand, ein WC und eine Stauballergie. Und wie geht's weiter? Lauscht den Klängen der Müllhöhle und tanzt den Kampfstampftanz, damit auch unser Märchen mit den Worten endet: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!“ Entstanden ist das Musikmärchen in Zusammenarbeit mit der 5. Klasse der Tellkampfschule Hannover. Empfohlen für Familien mit Kindern ab 6 Jahren.
13 Uhr Kaffee- und Kuchenkonzert „Next Generation“
Das Flex Ensemble bietet jungen Musikerinnen und Musikern eine Bühne und lädt junge Talente, unter anderem vom Institut zu Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) der Musikhochschule Hannover, zur gemeinsamen Kammermusik ein. Auf dem Programm stehen Werke unterschiedlicher Besetzungen von Gustav Mahler, Joseph Haydn, Lera Auerbach und Camille Saint-Saëns. Alle sind eingeladen, ihren selbstgebackenen Lieblingskuchen mitzubringen und miteinander zu teilen.
Mit internationalen Auszeichnungen hat sich das in Hannover ansässige Klavierquartett, bestehend aus Kana Sugimura, Anna Szulc, Martha Bijlsma und Johannes Nies, als eines der dynamischsten Ensembles seiner Generation etabliert (u.a. Internationaler Schumann Kammermusikpreis Frankfurt: 1. Preis, Gianni Bergamo Classic Music Award Lugano: 1. Preis). Neben Konzerten im In- und Ausland arbeiten die Musiker an eigenen Formaten: Seit der Konzertsaison 2016/17 organisieren sie die interdisziplinäre Konzertreihe „imPULS“. Die Programme schließen Weltpremieren von Gérard Pesson und Johannes Schöllhorn ein. Außerdem kreieren die Mitglieder musikalische Programme für Kinder. 2014 erschien ihre Debüt-CD, 2019 folgten die Einspielungen „Au Suivant“ und 2020 „Inside Eroica“. Im Rahmen des Förderprogramms Neustart Kultur entwickelten sie 2022 die „reFLEX”, eine mobile Open-Air-Konzertbühne.
Marina Baranovas musikalische Heimat war von Anfang an vielfältig. Ihre Eltern, beide Pianisten, schufen ein kreatives Umfeld, in dem Klassik, Jazz und Improvisation verschmolzen. Ende der 1990er Jahre zog sie nach Deutschland, um bei Wladimir Krainew in Hannover zu studieren. Mit Leidenschaft komponiert Marina Baranova New Classic – ein Musikstil, der klassische Tradition mit modernen Klängen verbindet und dabei einen einzigartigen Sound schafft.
Bereits während ihres Studiums sammelte sie renommierte Preise und begann ihre internationale Konzertkarriere. Mit ihren Interpretationen überzeugte sie auf Festivals wie dem internationalen Klavierfestival Ferruccio Busoni, der Wiener Musikwoche, dem Merano Classic Festival, dem Beethovenfest Bonn, dem Granada Piano Festival, der Schumann-Festwoche in Leipzig, der Beethoven-Nacht der Heidelberger Stadthalle und beim Bonner Schumannfest. Neben der klassischen Musik widmet sie sich auch innovativen, genreübergreifenden Projekten. Ihre Kompositionen und Uraufführungen, darunter elektro-akustische Werke und Improvisationsprojekte, eröffnen neue Klangwelten.