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Konzerte

Erstes Sinfoniekonzert

Zum Saisonstart spielt das Niedersächsische Staatsorchester Musik von Ravel, Saint-Saeëns, Respighi und Strauss am 23. und 24. September im Opernhaus.

"Wie wird aus Fremdem etwas Eigenes?" Dieser Frage gehen die Musiker des Niedersächsischen Staatsorchesters im ersten Sinfoniekonzert der aktuellen Spielzeit unter der Leitung ihres Chefdirigenten Ivan Repušić am 23. und 24. September im Opernhaus nach. Solist in Saint-Saeëns 2. Klavierkonzert ist Dejan Lazić. 

Maurice Ravel

Die Anverwandlung fremder Stoffe und Klange in eigene Farben und Formen fallt je nach Komponist sehr unterschiedlich aus. Eine Liebe aus der Distanz verband den französischen Basken Maurice Ravel mit der spanischen Heimat seiner Mutter. Seine viersätzige »Rapsodie espagnole« ist eines der vielen Werke, das ganz ohne folkloristische Zitate ein »idealisiertes Spanien« (Manuel de Falla) zeichnet, in einem geheimnisvollen, sinnlichen, vor leidenschaftlicher Energie mitunter taumelnden Klangbild.

Ottorino Respighi

Wesentlich konkreter skizzierte der Bologneser Ottorino Respighi seine Wahlheimat Rom. Die erste von drei sinfonischen Dichtungen über die italienische Kapitale, »Fontane di Roma«, beschreibt vier römische Brunnen zu verschiedenen Tageszeiten – von der pastoralen Fontana di Valle Giulia in der Morgendämmerung über den impressionistisch kolorierten Tritonenbrunnen am Vormittag und die prachtvolle Fontana di Trevi in der Mittagshitze bis zum Brunnen der Villa Medici beim Übergang in die Nacht.

Richard Strauss

Viele fremde Stoffe hat sich Richard Strauss zu eigen gemacht, ganz egal, wer sich vorher schon daran versucht hatte. Der große, so maßlos wie rastlos Liebende Don Juan schien ihm trotz (oder gerade wegen?) der Werke von Mozart, E.T.A. Hoffmann, Byron oder Kierkegaard noch auf seine Musik gewartet zu haben. Oder umgekehrt hatte der 24-jährige Richard Strauss für seine zweite Tondichtung auf die Figur Don Juan gewartet – als Initialzündung für seinen eigenen Tonfall und den Durchbruch im Konzertsaal. "Der Klang war wundervoll, von einer riesigen Glut und Üppigkeit", schrieb Strauss an seine Eltern.

Camille Saint-Saëns

Der Überschwang eines Richard Strauss war Camille Saint-Saëns vollkommen fremd: "Kunst kann sehr gut ohne Emotion auskommen", meinte er, "und tatsächlich ist sie besser dran, wenn sie es tut." Sein 2. Klavierkonzert überrascht mit einer Temposteigerung der drei Sätze (vom langsamen Kopfsatz über ein 6/8-Scherzo bis zum brillant mitreißenden Final-Presto), lässt Einflüsse von Bach wie Mendelssohn anklingen und prägt mit Wärme, Eleganz und Virtuosität doch einen ganz eigenen Stil.

Programm

Maurice Ravel
Rapsodie espagnol

Camille Saint-Saeëns
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 22

Ottorino Respighi
Fontane di Roma (Römische Brunnen), Sinfonische Dichtung

Richard Strauss
Don Juan, Tondichtung nach Nikolaus Lenau für großes Orchester op. 20 

Termin(e): 23.09.2018 ab 17:00 Uhr
24.09.2018 ab 19:30 Uhr
Ort

Opernhaus Hannover

  • Opernplatz 1
  • 30159 Hannover
Preise:
Eintritt 23,00 € – 45,00 €
Vorverkauf: