Grenzen zwischen Französischem Chanson und deutscher Sprache verschwimmen – Melodien legen sich auf straßenmusikerartige Instrumente, und werden ummantelt von harten Drums und schwebenden Harmonien. Doch Maïa verliert ihren Kern nicht. Ihre Texte sind ganz genau, spielerisch und bleiben doch auch melancholisch. Es sind „Liebesbriefe“, so nennt Maïa all das was sie schreibt, ob an einen Menschen, ein Gefühl oder an eine Erinnerung.
Bereits die erste Single des Albums „Aschenbecher“ zeigt, wohin die Reise geht. Zwischen Zärtlichkeit und flehendem Appell singt Maïa die Worte aus sich raus, die einer verlorenen Liebe gewidmet sind. „Hinter Meiner Zunge“ heißt Maïa’s kommende Album – und wer hinhört, der wird schnell merken: Maïa’s neue Songs sind nie verschickte Liebesbriefe, die zwischen den Seiten ihres Notizbuches blieben. Sie schreibt, als würde sie sich erinnern und vergessen zugleich, ob Wirklichkeit oder Erinnerung bleibt ungeklärt, Maïa bleibt nur stiller Beobachter. Zwischen französischer Leichtigkeit und deutscher Direktheit entsteht ein Sound, der vertraut wirkt und doch neu klingt. Maïa öffnet Räume, in denen Verletzlichkeit kein Widerspruch zur Stärke ist. Und jedes Wort ein Echo, ein verlorener Liebesbrief.