Konzerte

Saisoneröffnung der NDR Radiophilharmonie

Zum Auftakt der neuen Saison dirigiert Chefdirigent Stanislav Kochanovsky Werke von Dvořák, Rachmaninow und Strauss am 10. und 11. September im NDR Konzerthaus.

Stanislav Kochanovsky

Mit großen Gefühlen, klanglicher Opulenz und fröhlichem Temperament feiert die NDR Radiophilharmonie mit Chefdirigent Stanislav Kochanovsky gemeinsam mit Pianist Nikolai Lugansky am 10. und 11. September die Eröffnung der neuen Spielzeit.

Dvořáks „Karneval“-Ouvertüre

Dvořáks „Karneval“-Ouvertüre ist ein perfektes Auftakt-Stück, führt es doch gleich mit viel slawischer Seele mitten hinein ins pralle Leben, rhythmisch schwungvoll und mit gehörigem Schlagwerk-Tschingderassabum. Das bleibt allerdings nicht so. In die heitere Ausgelassenheit mischen sich zurückgenommene, lyrisch und sehnsuchtsvoll anmutende Episoden. Dvořák schrieb dieses Stück ursprünglich als Teil einer Trilogie mit dem Titel „Natur, Leben und Liebe“, wobei die später einzeln veröffentlichte „Karneval“-Ouvertüre ursprünglich der mit „Leben“ bezeichnete Abschnitt war - und zum Leben gehören eben auch die leisen und nachdenklichen Töne dazu.

Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 1

Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 1 ist deutlich seltener im Konzertsaal zu hören als seine beiden berühmten Nachfolger, die populären Konzerte „Rach 2“ und „Rach 3“. Dabei ist dieses erste Konzert der Geniestreich eines 17-Jährigen und zeigt schon viel vom reifen Rachmaninow, wenn hier kraftvolle Virtuosität auf schwärmerische Lyrik trifft. Das Opus 1 war aber auch eine schwere Geburt. Uraufgeführt 1892 in Moskau, beschäftigte das Werk Rachmaninow immer wieder, bis er es 1917 noch einmal überarbeitete. Für die Aufführung des Klavierkonzerts Nr. 1 nimmt einer der bedeutendsten Rachmaninow-Interpreten unserer Zeit am Flügel Platz: Nikolai Lugansky. 

„Ein Heldenleben“ von Richard Strauss

Und was beschert uns zum Konzertfinale Strauss' „Heldenleben“? Eine aparte Mischung aus Pomp und Erhabenheit, gewürzt mit einer guten Portion Humor und Ironie. Wer der Held ist? Mal mehr, mal weniger hat Strauss bejaht, dass er mit seinem „Heldenleben“ ein autobiografisch gefärbtes Lebensporträt komponiert hat. Eigenzitate in etlichen Passagen des Werkes lassen sein Konterfei auch unmittelbar durchscheinen. Aber es werden noch andere „Helden“ aus Strauss' Leben in dem Stück bedacht. Da wäre beispielsweise „Des Helden Gefährtin“, seine Ehefrau - eine zickige Opernsängerin, aber auch eine vehemente Unterstützerin seiner künstlerischen Karriere. Oder „Des Helden Widersacher“, womit wohl Strauss' Kritiker gemeint sind, musikalisch auftretend mit meckernden Bläserklängen und heftigen Dissonanzen.

Konzerteinführung

Zur Einführungsveranstaltung „Das Gelbe Sofa“ begrüßt die Moderatorin Friederike Westerhaus die Künstler. Beginn ist jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Sendesaal. 

Das Konzert im Radio

NDR Kultur sendet das Konzert am Donnerstagabend, 10. September ab 20 Uhr live.

Programm

Antonín Dvořák
„Karneval“-Konzertouvertüre op. 92

Sergey Rachmaninow
Klavierkonzert Nr. 1 fis-Moll op. 1

Richard Strauss
„Ein Heldenleben“ Tondichtung für großes Orchester op. 40

Interpreten

Nikolai Lugansky, Klavier
Stanislav Kochanovsky, Dirigent
NDR Radiophilharmonie

Termine

10.09.2026 ab 20:00 Uhr

11.09.2026 ab 19:00 Uhr

Ort

NDR Konzerthaus, Großer Sendesaal
Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22
30169 Hannover

Regulär

27-55 €

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