Stolze Hüften aus Knochen, Stein, gebranntem Ton. Wir nennen sie Göttinnen, doch wer oder was waren sie wirklich? In Büchern über die Steinzeit sehen wir vorrangig Männer beim Jagen, Feuerstein schlagen oder Höhlen bemalen. Die meisten Menschenbilder aber, die uns von Eiszeitmenschen selbst hinterlassen wurden, zeigen Frauen. Was waren das für Gesellschaften, die sie und ihr Geschlecht so zentral und ohne Scham darstellten? Nach Jahren der Recherche kehrt Ulli Lust zurück mit ihrem groß angelegten Sachcomic über die Anfänge der Kunst und die Bedeutung der Empathie für das Überleben unserer Spezies: Rund um die archaisch-weiblichen Figurinen entfaltet sich eine vergessene Welt, in der die Heldenreise Gruppensache war, die nur gemeinsam bestanden werden konnte, von Frauen, Männern, Kindern oder auch nicht-binären Menschen in mitunter reich geschmückter Rolle.
Ulli Lust wurde 1967 in Wien geboren und studierte Grafikdesign in Berlin-Weißensee. Sie gilt als Vertreterin des „dokumentarischen Comics“ und hat Comic-Reportagen sowie Comics veröffentlicht, u. a. eine Graphic Novel-Adaption des Romans Flughunde von Marcel Beyer. Für ihre Arbeit erhielt sie u. a. den ICOM-Preis, den Prix révélation von Angoulême, den Ignaz Award, den LA Times Book Award sowie den Max & Moritz Preis 2014. Ulli Lust lebt in Berlin und unterrichtet Zeichnung und Comic an der Hochschule Hannover.
Kartenkauf
Das Museum Wilhelm Busch zeigt vom 21. Februar bis zum 14. Juni 2026 die Ausstellung Ich sehe was, was Du nicht siehst von Ulli Lust und bietet in diesem Zusammenhang ein Kombi-Ticket für die Doppellesung „Die Frau als Mensch“ am 10. April 2026 im Kulturzentrum Faust und „Schamaninnen“ am 29. Mai 2026 im Museum Wilhelm Busch an.
Sowohl das Einzelticket als auch die Tickets für die Doppellesung können auf der Internetseite des Kulturzentrums Faust gekauft werden.