Wie wollen wir uns erinnern? Was bleibt, wenn wir gehen? Und warum fällt es uns oft so schwer, über den Tod zu sprechen? Der Tod gehört zum Leben – und wird doch häufig ausgeblendet. Dabei kann die bewusste Auseinandersetzung mit unserer Endlichkeit helfen, das Leben klarer zu sehen, Beziehungen bewusster zu gestalten und wichtige Entscheidungen rechtzeitig zu treffen.
Am Donnerstag, 2. Juli, 14:30 Uhr, lädt Charlotte Wiedemann zu einer besonderen Lesung in einer Bäckerfiliale in der Limmerstraße in Hannover ein. Im Mittelpunkt steht ihr Buch „Die Kunst des Abschiednehmens“. In ihrer Lesung verbindet Charlotte Wiedemann persönliche Erfahrungen mit bewegenden Geschichten aus ihrer Arbeit mit Menschen am Lebensende. Ergänzt werden diese durch praktische Impulse sowie gesellschaftliche Perspektiven auf Tod, Trauer und Erinnerungskultur.
Seit vielen Jahren setzt sie sich dafür ein, Gespräche über Sterben, Tod und Trauer aus der Tabuzone zu holen. Als „Death Doula“ (auch Sterbebegleiter:in oder Sterbeamme genannt) begleitet sie Menschen und ihre Angehörigen in Übergangsphasen und zeigt, dass die Beschäftigung mit dem Tod nicht bedrückend sein muss. Vielmehr eröffnet sie neue Sichtweisen auf das Leben, auf Beziehungen und auf die Frage, was wirklich wichtig ist.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, sich offen mit Fragen auseinanderzusetzen, die jeden betreffen: Wie möchten man verabschiedet werden? Welche Erinnerungen möchte man hinterlassen? Und wie lässt sich über Verlust sprechen, bevor er eintritt?
Im Anschluss an die Lesung gibt es Gelegenheit für Fragen, Austausch und persönliche Gespräche. Außerdem wird Charlotte Wiedemann ihre Bücher vor Ort signieren.
Am selben Abend liest Charlotte Wiedemann zudem ein weiteres Mal kostenlos im Rahmen einer Veranstaltung bei GBG Bestattungen, Baumschulenallee 2 in 30173 Hannover von 18 bis 20 Uhr.