Lesungen & Vorträge
Lesung mit Don Pablo Mulemba: Hundeheimat
Eine deutsch-angolanische Familie in den Springerstiefeljahren der Nachwendezeit: Don Pablo Mulemba liest am 19. Februar 2027 in Hannover im Pavillon aus „Hundeheimat“.
Was passiert in dem Buch „Hundeheimat“?
Als Kind musste Don Pablo Mulemba, Sohn eines angolanischen Vertragsarbeiters und einer Ostdeutschen, ständig seine Hautfarbe erklären. Er selbst empfand sich selbstverständlich als deutsch. Er sprach den gleichen Dialekt wie alle anderen, kannte nichts anderes als die brandenburgische Provinz – und wurde doch immer wieder zum Fremden gemacht. Seine Eltern hatten sich in der DDR kennengelernt, aber der Osten der Nachwendezeit war kein sicherer Ort mehr für sie und ihre Kinder.
Es waren die „Springerstiefeljahre“, ihren Freund Amadeu Antonio prügelte man in Eberswalde auf offener Straße zu Tode. Die Familie wurde zerrissen: Die Eltern sahen keine Perspektive mehr, wanderten nach Angola aus. Pablo aber wollte bleiben. Mit zwölf ging er auf ein Sportinternat in Cottbus und musste als Schwarzer Jugendlicher seinen Weg finden. Heute stellt er sich die entscheidenden Fragen nach Identität, Heimat und Zugehörigkeit, Fragen, die ihn auf eine gemeinsame Reise mit seinem Vater bis nach Angola führten.
Ticketkauf
Tickets für die biografische Lesung von Don Pablo Mulemba in Hannover können auf der Website des Kulturzentrums Pavillon gekauft werden.
Wer ist Don Pablo Mulemba?
Don Pablo Mulemba wurde 1995 in Eberswalde als Sohn eines Angolaners und einer Ostdeutschen geboren und ist Journalist, Reporter und Podcaster. Er ist Host des Podcasts „Springerstiefel“ (mit Hendrik Bolz) über die Gewalt im Osten nach der Wende, der 2025 mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet wurde, und moderiert für den NDR/funk die Sendung „Atlas“, die 2025 den Grimme-Preis erhielt. „Hundeheimat“ ist sein erstes Buch.
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