Sie trauern und sie furzen, sie lachen und sie ärgern sich, sie wollen möglichst viel Lust und Geborgenheit und starren dann wieder vor sich hin: die Menschen – nein, die Menschenaffen. Jahrelang hat die Lyrikerin Lara Rüter in einem Primatenforschungsinstitut gearbeitet. In ihrem Text erzählt sie radikal von den Affen und von sich selbst: von Lebensanfängen und vom Sterben, von Freiheitsdrang und Berührung. Im Alltag mit den Affen drängt sich immer wieder dieselbe Frage auf: Wie fühlt es sich an, ein Mensch zu sein?
Lara Rüter wurde 1990 in Hannover geboren. Sie war Preisträgerin für Lyrik beim 26. Open Mike, erhielt 2020 den Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik, 2021 den Wolfgang-Weyrauch Förderpreis beim Literarischen März, 2022 ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und 2023 eine Residenz im Mare-Künstlerhaus. Ihr Lyrikdebüt „amoretten in netzen“, 2024 bei Wunderhorn erschienen, erhielt 2025 den Kranichsteiner Literaturförderpreis. Sie lebt in Leipzig.