Lesungen & Vorträge
Lesung mit Mithu Sanyal: Nein
Gegen die Militarisierung der Gegenwart richtet sich das neue Buch von Mithu Sanyal, aus dem sie am 13. Oktober im Literaturhaus Hannover liest.
Worum geht es in dem Buch „Nein. Gegen die Militarisierung der Gegenwart“?
„Pazifismus ist nur etwas für Friedenszeiten? Ja, dann brauchen wir ihn auch nicht.“ Eine schallende Antwort auf die allgemeine Kriegsrhetorik.
Was heißt die „Zeitenwende“ gerade für linkes Denken, das sich doch vor Kurzem noch für Fürsorge, Gewaltkritik und Friedenspolitik starkmachte? Wenn Pazifismus inzwischen als lächerlich, verantwortungslos oder querdenkerisch gilt, sollten wir uns Sorgen um die Grundlagen unseres Miteinanders machen. Mit kluger Schärfe und liebevoller Fassungslosigkeit stellt Mithu Sanyal unbequeme Fragen, ohne die globalen Aggressionen zu verharmlosen. Überaus notwendig erinnert ihr Buch daran, dass eine Welt ohne Gewalt kein fernes Ideal ist – sondern die drängendste unserer Aufgaben.
Wer ist Mithu Sanyal?
Mithu Sanyal wurde 1971 in Düsseldorf geboren und wollte schon als Kind Schriftstellerin werden. Sie promovierte im Fach Kulturwissenschaften. Sie arbeitet als Autorin und Kritikerin für verschiedene Medien wie den WDR, den SWR, Deutschlandfunk oder „The Guardian“. Für ihre Hörspiele und Radio-Features erhielt sie mehrfach Auszeichnungen wie den Dietrich-Oppenberg-Medienpreis.
2009 erschien ihr Sachbuch „Vulva. Das unsichtbare Geschlecht, 2016 Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“. Ihr Debütroman „Identitti“ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, ihr zweiter Roman „Antichristie“ war ebenfalls nominiert. 2026 erhielt sie den Heinrich-Mann-Preis für Essayistik.
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