Der Hiroshima-Tag erinnert an den Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima am 6. August 1945. Hannover begeht diesen Tag seit vielen Jahren gemeinsam mit zahlreichen Vereinen, Initiativen, Glaubensgemeinschaften und Friedensakteur*innen. Die Veranstaltungen stehen für die enge Verbundenheit mit der Partnerstadt Hiroshima und für das gemeinsame Engagement für Frieden und nukleare Abrüstung.
Bereits am Vorabend, 5. August, lädt das Hiroshima-Bündnis Hannover um 19 Uhr in den Hiroshima-Hain ein. Unter dem Titel „Hiroshima: Betrachtung aus der Perspektive junger Menschen“ steht insbesondere der Blick jüngerer Generationen auf die Erinnerungskultur im Mittelpunkt. Zu Gast ist unter anderem Philipp Taguchi, der im vergangenen Jahr einen Dokumentarfilm in Hiroshima gedreht hat.
Die offizielle Gedenkveranstaltung beginnt am 6. August um 8 Uhr an der Aegidienkirche. Zur Uhrzeit des historischen Atombombenabwurfs läuten Oberbürgermeister Belit Onay und Superintendent Karl Ludwig Schmidt gemeinsam die Friedensglocke und legen einen Kranz nieder.
Im Anschluss setzen Jugendliche des CVJM Hannover e. V. mit der Niederlegung von Papierkranichen ein Zeichen des Gedenkens. Die traditionelle Trauer-Teezeremonie gestaltet erneut die Teemeisterin und Kulturbotschafterin der Stadt Hiroshima, Hiroyo Nakamoto.
Am Nachmittag beginnt um 16 Uhr in der Aegidienkirche eine Klangmeditation mit Uwe Spiekermann. Anschließend findet eine multireligiöse Friedensandacht statt, an der unter anderem das Haus der Religionen, der Stadtkirchenverband und die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover mitwirken.
Am Abend zeigen der Deutsch-Japanische Freundschaftskreis Hannover-Hiroshima-Yukokai e. V. und die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover im Neuen Rathaus zwei Dokumentarfilme über den Atombombenabwurf auf Hiroshima. Gezeigt werden „Gebet einer Mutter“ mit historischen Aufnahmen aus dem Jahr 1945 sowie „Die Stimmen, die bleiben“, ein anlässlich des 80. Jahrestags entstandener Dokumentarfilm mit Zeitzeugeninterviews.
Den Abschluss des Hiroshima-Tages bildet das traditionelle Aussetzen von Papierlaternen auf dem Maschteich. Um 22 Uhr lädt der Deutsch-Japanische Freundschaftskreis Hannover-Hiroshima-Yukokai e. V. dazu in den Park der Partnerstädte ein. Die schwimmenden Laternen erinnern an die Opfer des Atombombenabwurfs und stehen zugleich als Symbol für Frieden und Hoffnung.
Die Gedenkveranstaltungen werden von der Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartner*innen organisiert. Dazu gehören der Deutsch-Japanische Freundschaftskreis Hannover-Hiroshima-Yukokai e. V., die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover Chado-Kai e. V., das Hiroshima-Bündnis Hannover, die Teemeisterin Hiroyo Nakamoto, die Evangelisch-lutherische Marktkirche Hannover, das Haus der Religionen sowie der CVJM Hannover e. V.
| Datum | Uhrzeit | Veranstaltung | Ort |
| 5. August | 19 Uhr | Hiroshima: Betrachtung aus der Perspektive junger Menschen | Hiroshima-Hain |
| 6. August | 8 Uhr | Offizielle Gedenkzeremonie | Aegidienkirche |
| 6. August | 16 Uhr | Klangmeditation | Aegidienkirche |
| 6. August | anschließend | Multireligiöse Friedensandacht | Aegidienkirche |
| 6. August | Abend | Dokumentarfilme | Neues Rathaus |
| 6. August | 22 Uhr | Papierlaternen auf dem Maschteich | Park der Partnerstädte |