Wissenschaft & Wirtschaft

Ein Leben zwischen grün und braun

Dr. Ursula Kellner referiert über den umstrittenen Gartenarchitekten, Landschaftsplaner und Hochschullehrer Heinrich Friedrich Wiepking (1891–1973) am 1. Juni im Institut für Landschaftsarchitektur der Leibniz Universität.

Der vollbesetzte Zeichensaal des neuen Hochschulgebäudes in Herrenhausen.

Heinrich Friedrich Wiepking ist eine wichtige, aber umstrittene Personalie in der Geschichte der Landschaftsarchitektur des 20. Jahrhunderts. Wiepking wirkte über 50 Jahre als Garten- und Landschaftsarchitekt sowie Hochschullehrer und reüssierte bruchlos in drei Gesellschafts- und Politiksystemen: in der Weimarer Republik, im Dritten Reich und in der Bundesrepublik Deutschland. 
Eine seiner Lebensstationen war Hannover, wo er hochgeschätzt war, bis ihn nach der Pensionierung die Vergangenheit einholte. Trotz der Nähe zur Ideologie der Nationalsozialisten und der Mitarbeit im Planungsapparat Heinrich Himmlers bei der Neuordnung annektierter polnischer Gebiete war es Wiepking gelungen, unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Gartenbauhochschule in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu gründen. Sie ging 1952 in der Leibniz Universität Hannover (LUH) auf.

Wissenschaftliche Neuerscheinung

Vor kurzem hat Dr. Ursula Kellner eine umfassende Biografie mit dem Titel „Ein Leben zwischen Grün und Braun. Heinrich Friedrich Wiepking. Gartenarchitekt – Landschaftsplaner – Hochschullehrer 1891–1973“ veröffentlicht. Seit Jahrzehnten setzt sie sich kritisch mit ihm auseinander. Die Autorin betrachtet den Lauf seiner Karriere, seine Überzeugungen, den Einfluss auf nachfolgende Generationen und das gestalterische Werk mit heute teils denkmalwürdigen Gärten. 
 

Termine

01.06.2026 ab 18:00 Uhr

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt

Veranstaltungsort ist der KiKa-Hörsaal. Im Anschluss an den Vortrag gibt es einen Umtrunk.
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