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Verstehen durch Erleben

Virtuelle Trainingswelten in der Roboterfabrik

Ein Blick in die Zukunft der Aus- und Weiterbildung in der Roboterfabrik

Virtuelle Trainingswelten © forward ttc GmbH

Virtuelle Trainingswelten

Volles Haus in der Roboterfabrik. Rund 65 interessierte Gäste aus Politik, Unternehmen Allgemeinbildenden und Berufsbildenden Schulen sind am 3.9.2018 der Einladung der Region Hannover zu einem innovativen Lernerlebnis in die Roboterfabrik gefolgt. Vorgestellt wurden die Ergebnisse des von der Region Hannover geförderten Projektes „Robotik verstehen und erleben in virtuellen Trainingswelten“

Spielerisches Lernen für Schule Studium und Beruf

Die von der forward ttc GmbH im Rahmen des Projektes entwickelten „Virtuellen Trainingswelten“ vermitteln Wissen realistisch und spielerisch und helfen Berührungsängste abzubauen. Technische Lerninhalte sind mittels moderner VR-Technologie räumlich darstellbar und werden damit im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“. Die Inhalte orientieren sich dabei am aktuellen Lehrplan der Robotik Vorlesungen der Leibniz Universität Hannover.

Für Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung ist das System ein gutes Beispiel für das innovative Potenzial der Digitalisierung in der zukünftigen Aus- und Weiterbildung: „Die Region Hannover unterstützt die Entwicklung der virtuellen Trainingswelten, weil sie ein wichtiger Baustein in der Aus- und Weiterbildung für die Arbeitswelt von morgen sind. Komplexe Inhalte werden so greifbar und verständlich – ob in der Schule, im Studium oder im Beruf. Die Idee vom lebenslangen Lernen muss auch den Fortschritten der Digitalisierung Rechnung tragen. Die virtuellen Trainingswelten demonstrieren sehr anschaulich, wie das funktionieren kann.“

Ideale Ergänzung der universitären Ausbildung

Was heute bereits möglich ist und in welche Richtung sich Aus- und Weiterbildung zukünftig entwickeln kann, haben Prof. Dr.-Ing. Tobias Ortmaier, Institutsleiter des Instituts für Mechatronische Systeme der Leibniz Universität Hannover und Dr.-Ing. Jens Kotlarski, Geschäftsführer, forward ttc GmbH in ihren Vorträgen anschaulich erläutert.

Herr Prof. Dr.-Ing. Tobias Ortmaier sieht in dem System viel Potenzial für die universitäre Ausbildung in der Roboterfabrik, in der das System zeitnah in die Lehre eingebunden werden soll: „Die virtuellen Trainingswelten sind eine ideale Ergänzung der Roboterfabrik. Sie ermöglichen uns eine noch höhere Flexibilität bei der Anpassung der Lehre an den Stand der Technik. Unsere Studierenden können damit spielerisch den Aufbau und Umgang mit Robotern lernen und Vorlesungsinhalte selbständig vertiefen.“

Reduzierung der Zugangsbarrieren auch für Schüler*innen

Auch in der Heranführung von Schülerinnen und Schülern an das komplexe Thema Robotik und damit in der Berufsorientierung von Jugendlichen können die Virtuellen Trainingswelten eine wichtige Rolle spielen. Denn niedrige Zugangsbarrieren zu einem derart komplexen Thema fördert die Lernmotivation, wie Dr. Jens Kotlarski betont:

„Unsere virtuellen Trainingswelten ersetzen die Arbeit mit realen Robotern in der Lehre nicht gänzlich. Aber wir haben eine flexible Möglichkeit geschaffen, die komplexe Robotik in eine verständliche, lernfördernde und vor allem sichere Hülle packt. So können wir die Einstiegsbarrieren für Lernerlebnisse auch für Schülerinnen und Schüler senken, die sich für Technik und Robotik interessieren.“

Falls Sie Interesse bekommen haben – einen Blick durch’s Schlüsselloch finden Sie hier