Auszeichnung

Elias Holzknecht gewinnt VGH-Fotopreis 2020

"Schnee von morgen" – so heißt die Arbeit, für die Fotografiestudent Elias Holzknecht von der Hochschule Hannover (HsH) den mit 10.000 Euro dotierten VGH-Fotopreis 2020 erhält. Mit seinen Bildern dokumentiert der gebürtige Österreicher die Folgen des Klimawandels für die Tourismusbranche in den Alpen. Damit geht eine der mit den höchsten Preisgeldern in Deutschland verbundene Fotografie-Auszeichnung erneut an ein Werk, das den Klimawandel zum Thema hat. 2019 überzeugte HsH-Student Jan Richard Heinicke die Jury mit seiner Arbeit "Melting Point", für die er ein Team von Meeresforschern begleitete.

Gewinnt VGH-Fotopreis 2020: Elias Holzknecht überzeugte die Jury mit seiner Arbeit "Schnee von morgen".

Der diesjährige Gewinner Holzknecht, 1993 in Längenfeld in Österreich geboren, studiert Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover sowie Fotografie an der KASK Gent. Der Fokus seiner Arbeit liegt laut HsH auf fotografischen Langzeitprojekten im Bereich soziokultureller und gesellschaftspolitischer Themen. Bereits seit mehreren Jahren beschäftige er sich in diesem Rahmen mit den Entwicklungen in seiner Heimat Tirol.

"Schnee von morgen"

In seiner Arbeit "Schnee von morgen" setzt sich Holzknecht laut HsH mit dem stetig wachsenden Mangel an Schnee auseinander, der der Tourismusbranche in den Alpen existenzielle Probleme bereite. Als Folge des Klimawandels werde Schnee heute zunehmend von Menschen gemacht. Neueste Technologien ermöglichten es, natürliche Erfahrungen künstlich zu erzeugen und verwischten die Grenze zwischen Natur und Konstruktion. Holzknechts Arbeit habe die Jury durch eine konzeptionelle Herangehensweise überzeugt, die auf umfassende Recherchen zurückgreift und die Komplexität des Themas in eine packende Visualität und Bildsprache zu überführen mag.

Lobende Erwähnungen der Jury

Der VGH-Fotopreis wird seit 2008 ausschließlich unter den Studierenden des Studiengangs "Fotojournalismus und Dokumentarfotografie" der Hochschule Hannover (HsH) vergeben. Eine lobende Erwähnung für ihre Arbeiten erhielten als Finalisten des Juryprozesses:

  • Valentin Goppel für "allá, en la pampa"
  • Barbara Haas für "Resting Farmers"
  • Wilma Leskowitsch und Fabian Fiechter für "Alles wird gut Oleg"
  • Axel Javier Sulzbacher für "Cheran, Dorf des Wiederstands"
  • Angelina Vernetti für "Smile Effekt"

"Als Jury freuen wir uns, mit den Finalistinnen und Finalisten des diesjährigen VGH-Fotopreises eine große Bandbreite an Themen und fotografischen Stilen berücksichtigen zu können. Über die Güte von Elias Holzknechts Arbeit ‘Schnee von morgen’ herrschte große Einigkeit", sagt Barbara Stauss, Bildredaktion mare und Reporter ohne Grenzen.

Über den VGH-Fotopreis

Seit 2008 wird der VGH-Fotopreis ausschließlich unter den Studierenden des Studiengangs "Fotojournalismus und Dokumentarfotografie" der Hochschule Hannover (HsH) vergeben. Mit ihrer Förderung unterstützt die VGH den international renommierten Studiengang, der über einen deutschlandweit einmaligen Schwerpunkt im Bereich Fotojournalismus und Dokumentarfotografie verfügt. Neben der Vermittlung klassischer, bildjournalistischer Bildsprachen richtet sich der Fokus des Studiengangs auf aktuelle Perspektiven des Dokumentarischen und eine zukünftige Praxis bildjournalistischer Visualisierungen.

Die Jury

Die Fachjury, die über die Vergabe des VGH-Fotopreises 2020 entschieden hat, bestand aus Thorsten Gerke, Bildredaktion des SPIEGEL; Lara Huck, Bildredaktion DIE ZEIT; Lars Lindemann, Fotochef von GEO; Barbara Stauss, Bildredaktion mare und Reporter ohne Grenzen; Michael Thomas, Cheffotograf der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung; Andreas Trampe, Leiter der Bildredaktion des STERN; Professorin Dr. Karen Fromm, Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der HsH und einer Vertreterin der VGH.

(Veröffentlicht am 27. Oktober 2020)